Corona-Ampel in Waldhessen auf rot

Ab morgen werden die Maßnahmen noch einmal verschärft.

Waldhessen. Jetzt ist es auch in Hersfeld-Rotenburg soweit: Am Dienstag überstieg die Sieben-Tage-Inzidenz den kritischen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit zählt der Landkreis nun als Corona-Risikogebiet, was weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erforderlich macht.

Bereits am Samstag hatte der Landkreis eine Allgemeinverfügung hinsichtlich der CoVid-19-Pandemie erlassen, um den steigenden Infektionszahlen Rechnung zu tragen. Zu diesem Zeitpunkt stand die Corona-Ampel zwar noch auf orange, jedoch war es bereits absehbar, dass die Infektionszahlen weiter steigen würden und auch die rote Stufe in Kürze erreicht werden würde. Die Allgemeinverfügung bleibt deshalb weiterhin in Kraft, jedoch wurden einzelne Maßnahmen am Dienstag noch einmal verschärft. Landrat Dr. Michael Koch erklärt: „Wir reagieren damit auf das äußerst dynamische Infektionsgeschehen in unserem Landkreis.“ Koch hat das weitere Vorgehen mit dem Sprecher der Bürgermeister im Kreis, Harald Preßmann, abgesprochen, auch die Verwaltungschefs der Kommunen wurden im Vorfeld informiert.

Die Allgemeinverfügung schränkt im Wesentlichen die erlaubte Anzahl an Personen bei Zusammenkünften und Veranstaltungen ein. Bei privaten Zusammenkünften und Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen (Familienfeiern, Hochzeiten, Betriebsfeiern) ist die Zahl der Teilnehmenden ab Montag auf 10 begrenzt. Mehr dürfen es nur dann sein, wenn sie höchstens zwei Hausständen angehören. Bei privaten Zusammenkünften in privaten Räumen wird dringend empfohlen, sich auf maximal 10 Personen beziehungsweise auf die Personen des eigenen sowie eines weiteren Hausstands zu beschränken. Zusammenkünfte und Veranstaltungen sowie Kulturangebote (Theater, Oper, Konzerte, Kinos) sind nur zulässig, wenn die Teilnehmerzahl 100 nicht übersteigt. Ausnahmen durch das Gesundheitsamt sind grundsätzlich möglich, müssen aber abgesprochen und behördlich genehmigt werden.

Auch das Tragen der Mund- Nasen-Bedeckung wird in der Allgemeinverfügung spezifiziert: Besucherinnen und Besucher müssen nun bei öffentlichen Veranstaltungen, in Vergnügungsstätten, Kirchen und vergleichbaren Räumlichkeiten von Glaubensgemeinschaften sowie bei Trauerfeierlichkeiten einen Mund-Nasen-Schutz tragen – auch am eigenen Sitzplatz. In der Gastronomie gilt für die Gäste eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in allen Bereichen, außer am Sitzplatz. Darüber hinaus bleibt für besonders belebte Straßen und Plätze das Tragen einer Mund- Nasen-Bedeckung dringend empfohlen. Kinder unter 6 Jahren müssen keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Ausgenommen von dieser Verfügung sind ebenfalls Personen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können. Sport- und Wettkampfveranstaltungen können in geschlossenen Räumen mit 50 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie unter freiem Himmel mit bis zu 100 Zuschauenden stattfinden. Auch hier besteht die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, auch am eigenen Sitzplatz. Neu hinzu kommt ein Alkoholkonsum- und Verkaufsverbot: In der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr sind der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum sowie die Abgabe von Alkohol untersagt. Dies ist eine Vorgabe des Landes Hessen, die bei der Corona-Stufe rot (Sieben-Tages-Inzidenz über 50) umzusetzen ist. Damit sollen gesellige Zusammenkünfte eingedämmt werden, die in der Vergangenheit häufig die Ausbreitung des Virus gefördert haben.

Diese Regelungen treten am morgigen Mittwoch in Kraft und gelten vorerst bis zum 8. November (24 Uhr). Je nach der Entwicklung ist eine Verlängerung möglich.(jpl)

Rubriklistenbild: © PantherMedia / Ronalds Stikans

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