Corona-Gespräch online

Der Landrat und Finanzminister Michael Boddenberg besprachen sich mit den heimischen Unternehmern.
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Der Landrat und Finanzminister Michael Boddenberg besprachen sich mit den heimischen Unternehmern.

Finanzminister stellte sich den Fragen der Unternehmen

Waldhessen. „Den Unternehmen, denen es Ende 2019 einigermaßen gut ging, den wollen wir mit aller Kraft helfen. Das ist unsere Maxime und die ist auch richtig.“ So lautet das Fazit des digitalen Corona-Gesprächs mit dem hessischen Finanzminister Michael Boddenberg, zu dem Landrat Dr. Michael Koch alle Unternehmen des Kreises Hersfeld-Rotenburg eingeladen hatte. Per Videokonferenz stellte sich der Finanzminister eineinhalb Stunden lang den Fragen der Gewerbetreibenden.

„In Zeiten der Pandemie ist der Informationsbedarf ungebrochen hoch. Gerade im Bereich unserer heimischen Wirtschaft gibt es viele Dinge zu besprechen. Ich freue mich, dass unser Finanzminister, der ja selbst Handwerksmeister ist und viele Jahre lang als geschäftsführender Gesellschafter eines Unternehmens tätig war, sich Zeit für die Veranstaltung genommen hat“, betonte Landrat Dr. Michael Koch, der die Diskussion moderierte und Fragen vortrug, die im Vorfeld gestellt wurden.

„Kleinere Diskussionsrunden mag ich sehr gerne, denn hier kann man sich am besten austauschen“, begrüßte der Finanzminister die rund 25 Unternehmen. Teilgenommen haben zudem auch Vertreter der IHK, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsförderung, Arbeitsagentur, Hausarztakademie und Vertreter der Fachdienste Gesundheit und Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung.

Nach einem kurzen Abriss über die bisher gewährten Wirtschaftshilfen gab der Finanzminister auch einen kurzen Ausblick auf geplante Hilfen, die „fast schon mit nach Corona“ zu tun haben. „Mithilfe unserer Maßnahmen wollen wir Impulse setzen und gemeinsam mit den Einzelhändlern und Kommunen Starthilfen geben.“ Boddenberg bot den Gewerbetreibenden an: „Wenn Sie denken, an dieser und jener Stelle müssen wir unbedingt Maßnahmen ansetzen und etwas machen: Vorschläge und Ideen sind bei uns gerne willkommen.“

„Es ist wichtig, bei den Verordnungen, die durch das Corona-Kabinett erlassen werden, auch das Know-How der entsprechenden Branchen mit einzubringen“, betonte Ulrich Spengler von der IHK. Dem stimmte der Finanzminister zu: „Das machen wir auch, wir sind im ständigen Austausch mit den kommunalen Spitzenverbänden, der IHK, den Sparkassen und vielen weiteren.“ Dennoch bat Boddenberg die Gewerbetreibende um ein wenig mehr Geduld: „Wir alle müssen noch einen Moment in der Pandemie aushalten, dann geht es weiter.“

Dr. Thomas Lepper, dessen Praxis die Corona-Schwerpunktpraxis im Kreis ist, machte die Aussage, nicht so schnell wieder alle Geschäfte aufzumachen: „Die Maßnahmen scheinen jetzt endlich zu greifen, daher müssen wir auch noch einen Moment abwarten. In der Praxis merken wir deutlich, dass die Test-Ströme zurückgehen. Früher haben wir 30 bis 60 Menschen pro Tag getestet, jetzt sind es nur noch etwa vier bis fünf. Und das sind vor allem Personen, die zuvor positiv mit einem Schnelltest getestet wurden.“ Die Praxis stehe aber Gewehr bei Fuß, sollte sich die Situation erneut anspannen und die Zahl der zu Testenden wieder steigen.

Landrat Koch sagt: „Die Corona-Pandemie ist ein Lernprozess. Ich bin froh über unsere Landesregierung, die uns und alle anderen Landräte so viel Unterstützung gibt.“

Waldemar Dombrowski, Chef der Arbeitsagentur, hob die wichtige Rolle der Arbeitsagentur in Zeiten der Corona-Pandemie hervor: „Die Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes war für uns ein enormer Kraftakt, den wir aber bewältigen konnten. Trotz Rekord-Inanspruchnahme haben wir derzeit nur eine Bearbeitungszeit von etwa sechs bis neun Tagen.“ Dennoch schlage sich die Region Hersfeld-Rotenburg verhältnismäßig gut. „Die Arbeitslosen-Quote im Januar betrug 4,2 – das ist deutlich unter dem Hessen- und Bundesschnitt.“

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