Daniel Iliev wird neuer Bürgermeister in Heringen

Viele Heringer wollen ihrem neuen Bürgermeister Daniel Iliev gratulieren. Foto: Kolb
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Viele Heringer wollen ihrem neuen Bürgermeister Daniel Iliev gratulieren. Foto: Kolb

Nach einer Stunde spannender Auszählung der zwölf Wahlbezirke konnte sich Herausforderer Daniel Iliev gegenüber Amtsinhaber Hans Ries durchsetzen.

Heringen.Ein gespanntes Murmeln ist im Bürgerhaus in Heringen ab 18 Uhr zu vernehmen. Gelegentliche Jubelrufe der Heringer unterbrechen die sonst ruhige Stimmung, wenn ein weiterer Wahlbezirk ausgezählt ist. Herausforderer Daniel Iliev schaut gespannt auf die Beamerwand. Dort wurden die bisher gezählten Stimmen, nach komplett gezählten Wahlbezirken sortiert, grafisch dargestellt. Gegen 18.30 Uhr führt Iliev knapp mit 826 Stimmen vor Amtsinhaber Hans Ries mit 738 Stimmen. Die Stimmen von weiteren  vier Bezirken sind noch offen. Ries unterhält sich mit Landrat Dr. Michael Koch und wartet ebenfalls gespannt die fehlenden Stimmen ab.

Bereits zehn Minuten später stehen elf von zwölf Wahlbezirken fest, doch an der prozentualen Verteilung ändert sich in dieser Zeit kaum etwas. Iliev führt mit 1.254 Stimmen (52,8 Prozent) gegenüber Hans Ries mit 1.121 Stimmen (47,2 Prozent). Von den 6.092 Wahlberechtigten wurden aber erst 2.382 Stimmzettel gewertet. Der letzte ausstehende Wahlbezirk betrifft die Briefwähler und ist einzeln gesehen der größte Bezirk von allen. Denn ganze 1.836 Stimmen kamen per Briefwahl zusammen und brauchten demnach am längsten zum Auszählen.

Kurz vor 19 Uhr ist es schließlich soweit. Die Präsentation des Beamers wird aktualisiert und das Ergebnis steht fest: Daniel Iliev wird mit 2.253 Stimmen (53,4 Prozent) gegenüber Hans Ries mit 1.965 Stimmen (46,6 Prozent) zum neuen Bürgermeister von Heringen gewählt und freut sich sichtlich über das Vertrauen der Bürger, die für ihn abgestimmt haben.

Viele Heringer nutzen die Gelegenheit vor Ort, um ihn direkt zu beglückwünschen. Am 1. Juli wird Iliev sein Amt antreten. Was Ries genau ab diesem Zeitpunkt macht, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. Als WGH-Kandidat ins Stadtparlament einzusteigen wäre eine Möglichkeit. Jedoch äußert er auch im Gespräch mit seinem Nachfolger unter anderem, dass er vorhat, seine Erfahrungen aus zwölf Jahren Bürgermeisteramt niederzuschreiben, was sicherlich auch viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

Insgesamt nutzten von den 6.092 Wahlberechtigten 4.218 Heringer (69,5 Prozent) ihre Stimme.

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