Demos in Friedewald verliefen friedlich

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Anlässlich des Besuchs von Außenminister Steinmeier demonstrierte die AfD, "bunt statt braun" rief zur Mahnwache auf.

Friedewald.Gleich zwei Demonstrationen rief die Teilnahme von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Hessengipfel der SPD in Friedewald auf den Plan: Die AfD Hersfeld-Rotenburg hatte zu einer "Friedens-Demo" mit einem Rundgang durch die Gemeinde aufgerufen, um dem Außenminister ihre Meinung zu Kriegeinsätzen im Ausland mitzuteilen. Dagegen formierte sich eine Mahnwache "gegen Demagogen vom rechten Rand". Aufgerufen dazu hatte das Bündnis "bund statt braun Bad Hersfeld-Rotenburg". Die Polizei zeigte starke Präsenz, musste aber nicht eingreifen: Bis auf lautstarke Unmutsbekundungen von beiden Seiten verlief alles friedlich.

Die AfD hatte sich mit rund 80 Anhängern auf dem Roten Platz versammelt, wo der stellvertretende Vorsitzende Matthias Reiter die Gäste begrüßte und bekräftigte, man werde sich von den Gegendemonstranten von "dumpf statt schlau" nicht provozieren lassen. Der Kreisvorsitzende Gerhard Schenk sagte, er freue sich, dass der Außenminister in Friedewald zu Besuch sei, so dass sie ihm ihre Ansichten mitteilen könne. "Wir wollen uns nicht aufhetzen lassen und keinen Sand in die Augen streuen lassen", sagte er zur derzeitigen Außenpolitik. Kriegseinsätze wie in Syrien brächten unsägliches Leid für die Menschen und nützten nur wenigen - meistens nämlich ihren Anstiftern. Deshalb rief er Steinmeier auf: "Holen Sie unsere Soldaten nach Hause." Die Politik gegenüber Russland kritisierte er als "neuen kalten Krieg" und verteidigte Putins Aggression als Reaktion auf eine aggressive Osterweiterung der NATO.

Die Mahnwache machte demgegenüber schweigend mit Plakaten auf ihre Sichtweise aufmerksam, etwa 60 Personen hatten sich hier eingefunden. Erst als der AfD-Zug sie passierte, wurden Buh-Rufe laut, die die AfD-Angänger ihrerseits mit "Merkel muss weg!"-Rufen zu übertönen versuchten.

Steinmeier selbst bekam von alledem offenbar wenig mit. Man habe ihm mitgetielt, dass es wohl auch in Friedewald eine Demo der AfD geben soll, sagt er er knapp in seiner Rede.

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