„Deutschland ist bildungspolitisches Entwicklungsland! Und: Die Türkei macht uns was vor“, sagt Barthel

Nordhessen. "Die Jusos fordern energische Anstrengungen von der deutschen Wirtschaft, Bund, Ländern und Kommunen, um das Entwicklungsländernive

Nordhessen. "Die Jusos fordern energische Anstrengungen von der deutschen Wirtschaft, Bund, Ländern und Kommunen, um das Entwicklungsländerniveau in der Bildungspolitik in Deutschland endlich zu beenden. Diese Situation ist peinlich und beschämend zugleich und muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schnellstmöglich beseitigt werden", erklärte Pascal Barthel, nordhessischer Juso-Bezirksvorsitzender.

Anlass zu dieser Forderung gibt der vierte Eurostudent-Report und dessen deutsche Analyse, die das Hochschulinformationssystem (HIS) aus Hannover kürzlich vorlegte. Demnach kommen nur zwei Prozent der Studierenden in Deutschland aus bildungsfernen Familien.

Deutschland ist damit unter den untersuchten 25 europäischen Staaten das Schlusslicht in Sachen Bildungsaufstieg. In fast allen anderen europäischen Ländern haben Kinder aus bildungsfernen Familien eine deutlich bessere Chance auf einen gesellschaftlichen Aufstieg durch Bildung.

Barthel: "Besonders schlecht ist in Deutschland die Förderung von Migranten aus bildungsfernen Familien. Da lohnt ein Blick auf die Länder, die gerade diese Kinder im europäischen Vergleich am Besten fördern: Portugal und die Türkei."

"45 Prozent der Studierenden an einer türkischen Hochschule kommen aus bildungsfernen Familien. Diese Quote sollten wir durchaus als Anreiz für unser Bildungssystem sehen. Deutschland muss noch viel lernen: Von der Türkei und Portugal beispielsweise, wie man den sozialen Aufstieg durch Bildung konkret möglich macht. Denn hierin ist der wirtschaftliche Riese Deutschland ein wahrer Entwicklungszwerg und das muss sich umgehend ändern", führte Pascal Barthel abschließend aus.

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