DGB-Jugend Nordhessen: Ausbildungsstart? Leider nicht für alle Jugendlichen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg

André Schoenewolf, Jugendbildungsreferent der DGB-Jugend Nordhessen. Foto: Archiv
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André Schoenewolf, Jugendbildungsreferent der DGB-Jugend Nordhessen. Foto: Archiv

Waldhessen. Am 1. September starten viele Jugendliche Landkreis Hersfeld-Rotenburg ihre Ausbildung und somit auch in einen neuen Lebensabschnitt. Andr

Waldhessen. Am 1. September starten viele Jugendliche Landkreis Hersfeld-Rotenburg ihre Ausbildung und somit auch in einen neuen Lebensabschnitt. André Schönewolf, Jugendbildungsreferent der DGB-Jugend in Nordhessen: "Die DGB-Jugend Nordhessen gratuliert allen, die einen Ausbildungsplatz gefunden haben und wünscht ihnen viel Erfolg."

Doch nicht alle Jugendlichen können zum 1. September eine Ausbildung beginnen. Erneut gingen – nach Aussage des DGB – viele Bewerberinnen und Bewerber leer aus. Schönewolf: "Im Arbeitsagenturbezirk Bad Hersfeld, der zusätzlich zum Landkreis auch noch Teile des Werra-Meißner-Kreises umfasst, gibt es immer noch 123 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber. Die Erfolgsmeldungen von Kammern und Arbeitsagentur können wir somit nicht teilen."

Wieder einmal sei es nicht gelungen, allen Jugendlichen einen Start in die Ausbildung zu ermöglichen. "Es ist nicht hinnehmbar, dass nur 46,2 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber auch tatsächlich den Weg in eine betriebliche ungeförderte Berufsausbildung gefunden haben", so Schönewolf.

Angesichts des sogenannten, angeblichen "Fachkräftemangels" ist es unerklärlich, warum 69 Jugendliche ohne Ausbildung ins Erwerbsleben geschickt werden. Schönewolf: Wir sehen hier die Unternehmen, die Kammern aber auch die Arbeitsagentur in der Pflicht, den jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen."

Den 123 unversorgten Bewerbern stehen derzeit zwar noch 201 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Schönewolf: "Das ist keine Überraschung. Unter den noch zu besetzenden Stellen gibt es noch viele Einzelhandelskaufleute, Köche und Hotelfachangestellte. Nach repräsentativen Umfragen der DGB-Jugend Hessen-Thüringen sind dies aber genau jene Berufe, in denen Auszubildende am unzufriedensten sind. Die Unternehmen sollten anfangen, die Qualität der Ausbildung zu verbessern."

Es sei noch Zeit, die noch offenen Stellen zu besetzen. Aber die Unternehmen müssten den Azubis auch faire Arbeitsbedingungen garantieren.

In den kommenden Wochen wird die DGB-Jugend Nordhessen im Rahmen ihrer alljährlich stattfindenden Berufsschultour an Berufsschulen im Landkreis über ihre Rechte und Pflichten in der Ausbildung informieren – am 2. Oktober in Bebra und am 10. Oktober in Bad Hersfeld. "Die DGB-Gewerkschaften sind Ansprechpartnerinnen für die neuen Auszubildenden. Im DGB-Jugendbüro in Kassel können sich die Azubis Informationen und Kontaktadressen besorgen", so Schönewolf.

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