Dorferneuerung Oberellenbach: Grebe antwortet auf Winkelmeyer

Der KA berichtete ueber die Flurbereinigung. Foto: Archiv
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Der KA berichtete ueber die Flurbereinigung. Foto: Archiv

Auf die Stellungnahme von Frank Winkelmeyer vom Amt für Bodenmanagement (im KA vom 21. September) zur Flurbereinigung in Oberellenbach antwortet Orts

Auf die Stellungnahme von Frank Winkelmeyer vom Amt für Bodenmanagement (im KA vom 21. September) zur Flurbereinigung in Oberellenbach antwortet Ortslandwirt Hilmar Grebe:

Herr Frank Winkelmeyer vom Amt für Bodenmanagement ist offensichtlich der auserwählte Beamte, der auf den kritischen Bericht bezüglich des Flurbereinigungsverfahrens Oberellenbach mit einer amtlichen Stellungnahme reagiert!

Herr Winkelmeyer scheint mir wenig kompetent, denn er ist nicht der Dienststellenleiter, keiner der bisherigen 4 Verfahrensleiter und auch kein Sachbearbeiter. Wie kann  er überhaupt die vielfältigen Probleme vor Ort beurteilen ?

Er schildert ausführlich die über 40-jährige Historie des Verfahrens und rechtfertig auf nicht nachvollziehbare Weise die ungewöhnliche Verfahrensdauer!

Was für eine glückliche amtliche Fügung, daß wir Oberellenbacher erst nach der Wiederbelebung des Verfahrens im Jahre 1991 den verantwortlichen Vorstand für dieses Verfahren gewählt haben!Mit einer Vorstandswahl zu Verfahrensbeginn 1970 wäre das Gremium statt ein heutiger "Verein" alternder Männer, ein greisenhafter Vorstand, der dann mit der inzwischen 2. Beamtengeneration konfrontiert wäre.

Sehr sonderbar ist Herrn Winkelmeyers Einlassung zur Begutachtung der landwirschaftlichen Grundstücke! Diese Einstufung erfolgt durch einen Sachverständigen! Der Kapitalisierungswert wird von Behörde und Vorstand festgesetzt!

Teilnehmervorstand, Behörde, Bauernverband und Gemeinde befassen sich nicht mit der Bewertung der Grundstücke, sondern mit der Gestaltung des Wege- und Gewässerplans!Durch grobe Mißachtung des eigentlich sehr segensreichen und zukuftsorientierten Flurbereinigungsgesetzes wurde hier ein verhängnisvolles und vielfältig fehlerhaftes Gebilde geschaffen, das im "Dorf der Zukunft" keine Zukunft hat!

Inzwischen sind wir bei der zweiten Änderung des Wege- und Gewässerplans angekommen, wobei die zweite Änderung aufgrund meiner unermüdlichen Aktivität schließlich realisiert wurde!Es ist sicherlich nicht meine Aufgabe als Ortslandwirt und betroffener Teilnehmer, die groben Planungsfehler von wenig fähigen und vergangenheitsorientierten Gremien und Behörden auszumerzen!

Die zweite Änderung wird nicht die letzte sein, wobei die Frage auftaucht, ob wir Teilnehmer diese dauerhaften Fehlplanungen finanzieren oder letztlich der Steuerzahler ?

Als Rechtfertigung für die sonderbarsten und unsinnigsten Maßnahmen wurde immer wieder ursächlich die Untere Naturschutzbehörde stigmatisiert! Ich habe hier jedoch gegensätzliche Erfahrungen gemacht und  schätze das kooperative Verhalten !

Jedermann kann in der Gemarkung Oberellenbach einen skandalösen Wege- und Gewässerplan zur Kenntnis nehmen, wie er sicherlich in dieser katastrophalen Planung und Ausfürung einmalig in Hessen ist !

Behörde, Bauernverband und Vorstand, die dieses Planungsdesaster zu verantworten haben, sind gedanklich noch bei den Kuh- und Pferdegespannen des 19. Jahrhunderts.

Daß Vorstandsmitglieder und die Beamten der Behörde keine Vorstellung von den heutigen landwirtschaftlichen Maschinen und Anhängern haben, sowie der erforderlichen Flächengestaltung in der Gemarkung, verdeutlicht ja das erschreckende Ergebnis unserer Flurbereinigung!Der Bauernverband hat sich offensichtlich als "Schreibtischtäter" mit dem Verfahren befaßt und war nie vor Ort! Die Verantwortlichen dieser sogenannten Berufsvertretung haben die unsinnige Wegeplanung jedesmal "abgenickt"!

Die Obere Flurbereinigungsbehörde vertritt vehement eine zukunftsfähige Gestaltung von Wegen und Flächenzuschnitten, genehmigt aber bezüglich unserem Verfahren bereits dreimal das Gegenteil, nämlich weiterhin Kleinstparzellierung und einen realitätsfernen Wege- und Gewässerplan.Wenn Beamte, Vorstände und Verbände gedanklich verkrustet in der Vergangenheit verharren, dann sind sie zu verpflichten, zumindest auf den heutigen Maschinen mal mitzufahren (zum Beispiel bei dem Lohnunternehmen Markus Bengsch), um überhaupt die aktuellen Dimensionen zu erfassen!

Abschließend nimmt Herr Winkelmeyer Stellung zum mittelstandsfeindlichen Verhalten gegenüber dem Unternehmer Herrn Klaus Berge.

Weiterhin versucht er , den Bau eines Trafohäuschen in einer Wegeinmündung zu rechtfertigen.Hat er nicht registriert, daß der Bau des Trafohäuschen und die zusätzliche Anpflanzung eines "Bäumchens" in der halbtrichterförmigen Einmündung eine Erweiterung des Hauptflurweges auf der gegenüberliegenden Seite zur Folge hatte auf Kosten der Teilnehmergemeinschaft?

Die unzumutbare jahrzehntelange Verkehrssituation des Fuhrunternehmers Herrn Klaus Berge hätten Vorstand und Behörde natürlich bei der Gestaltung des Wege- und Gewässerplans berücksichtigen müssen!

Die neu gebaute Einmündung des Hauptflurweges zur Kreisstraße einfach 50 m verlegen und gleichzeitig die Parksituation am Friedhof mit bereinigen! Zusätzlich wäre mit der Maßnahme die katastrophale Parksituation am Dorfgemeinschaftshaus gelöst.Gern lade ich Herrn Winkelmeyer ein zu einer traurig amüsanten Exkursion in die Germarkung des Dorfes mit zweifelhafter Zukunft.

Fazit: Ein engagierter Vorstand und ebensolche Behördenmitarbeiter haben mit dem Flurbereinigungsgesetz eine eimalige Möglichkeit einer segensreichen Zukunftsgestaltung!Oberellenbach ist ein krasses Negativbeispiel!

Fortsetzung folgt!

Mit freundlichen Grüßen,

Hilmar Grebe, Ortslandwirt und Teilnehmer

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