Drei Bürgermeister stellen sich hinter K+S

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Die riesigen Kali-Berge prägen das Bild der Region. Erstmals ist es auch gelungen, in Saskatchewan salzhaltige Sole in 1.500 Metern Tiefe zu fördern. Foto: Archiv

Mit einer gemeinsamen Resolution stellen sich Ralf Orth, Andre Stenda und Roland Ernst hinter das Unternehmen K+S.

Waldhessen. Die Bürgermeister Andre Stenda aus ­Hohenroda, Ralf Orth aus Philippsthal und Roland Ernst aus Unterbreizbach sind schockiert über die aktuellen Meldungen zur auslaufenden Versenkerlaubnis für die K+S Kali GmbH zum ­heutigen 30. November. ­Gemeinsam haben sie einen Resolutionsantrag formuliert, der im Rahmen der nächsten Gremiensitzungen zur Beschlussfassung eingebracht werden soll.

Die Landesregierungen Hessen und Thüringen sowie das Regierungspräsidium Kassel werden darin aufgefordert, ­alles zu unternehmen, dass die Versenkerlaubnis für die K+S Kali GmbH im Werk ­Werra erteilt wird, um die volle Produktion aufrechtzuerhalten und damit die ­Arbeitsplätze zu sichern. Die bisherigen Bemühungen der K+S Kali GmbH zur Reduzierung der Umweltbelastungen sollten anerkannt und die vereinbarten Projekte im Rahmen des Vier-Phasen-Plans zur weiteren Umweltbelastung umgesetzt werden.

"Die K+S Kali GmbH ist einer der führenden Anbieter von Kali- und Magnesiumprodukten weltweit. In den Werken Werra und Neuhof sind mehr als 5.100 Mitarbeiter aus Hessen und Thüringen beschäftigt. Unter Einbeziehung der Subunternehmen und Zulieferfirmen kann diese Zahl ­etwa verdreifacht werden", so die Bürgermeister. Die Kaliproduktion trage damit ­einen hohen Beitrag zur Wertschöpfung in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg, Fulda und Wartburgkreis bei.

Die Entsorgung von Salzabwässern, die unvermeidbar bei der Kaliproduktion anfallen, erfolgt sowohl durch die Einleitung in die Werra als auch durch die Versenkung in den Untergrund. Für die ­Versenkung läuft die derzeit bestehende Genehmigung am 30. November dieses Jahres aus. Die Prüfung einer neuerlichen Genehmigung durch das RP Kassel dauert derzeit noch an. Hier müsse eine schnelle Lösung geschaffen werden, um die Arbeitsplätze der Werke Werra und Neuhof nicht zu gefährden.

Die jetzige Situation führe zu einer starken Verunsicherung der Bürger in den Gemeinden. "Die Vorgehensweise der Behörden und teilweise der politisch gewählten Vertreter in Landes- und Bundesregierung stößt auf ein hohes Maß an Unverständnis", s Andre Stenda. Ein Aufatmen bei den Menschen in der Region habe es bereits am 29. September 2014 gegeben, als sich die ­hessische Umweltministerin  Priska Hinz, mit K+S auf den sogenannten Vier-Phasen-Plan als dauerhafte und realisierbare Lösung für die Salzabwasserproblematik verständigt habe. Im April dieses Jahres wurden die Genehmigungsunterlagen von K+S bei der Genehmigungsbehörde, dem RP Kassel, eingereicht. Stenda teilt mit: "Da diese Prüfung noch nicht abschließend durchgeführt ist, ­fordern wir eine Ausnahmeregelung, mit der die volle Produktion aufrecht ­gehalten werden kann, um wirtschaftlichen Schaden ­abzuwenden."

Einen kompletten Einleitungsstopp sehen die Bürgermeister als grob fahrlässig an. Auch die Landesregierung Thüringen solle Flagge pro K+S zeigen. Das kürzlich in Unterbreizbach eröffnete Forschungsinstitut sei ein klares Bekenntnis des Kaliproduzenten zur Region und auch zum Land Thüringen gewesen.

Vor allem, nachdem das kanadische Unternehmen "Pot-ash" sein Angebot zur Übernahme zurückgezogen hat, sollte jetzt Rückgrat bewiesen werden, um die Kaliindustrie in der Region zu unterstützen.

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