Drittes Chorprojekt: Come and Sing

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Die Projektarbeit „Come and Sing“ etabliert sich in Widdershausen und Obersuhl...

Widdershausen/Obersuhl. Am 24./25. Januar 2015 veranstalteten die lutherischen Gemeinden aus Widdershausen und Obersuhl, die gemeinsam einen Pfarrbezirk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche bilden, ihr drittes Chorprojekt unter dem Namen "Come and Sing".

"Und wieder sind viele Menschen dieser Einladung gefolgt und kamen in die Gemeinderäume nach Obersuhl um zu singen", freute sich Pfarrer Benjamin Anwand über 37 Sänger und Sängerinnen. "Am Ende stellen wir wiederum fest – die offene Einladung und die Öffentlichkeitsarbeit für diese kirchenmusikalischen Projekte lohnt sich: ein Drittel der Sänger und Sängerinnen kam von außerhalb der Gemeinden", stellt Anwand fest. Außerdem beteiligen sich viele Gemeindeglieder an diesen musikalischen Wochenenden, die sonst in der Chorarbeit bisher nicht aktiv waren. "Aber auch viele etablierte Chorsänger, ohne deren Erfahrung und Routine so ein intensives Programm nicht möglich wäre".

Die musikalische Leitung hatte bei diesem Projekt Thomas Wagler aus Bosserode. Der Musiker arbeitet hauptberuflich für den Evangelischen Sängerbund e.V. und leitet deutschlandweit ganz ähnliche Chorprojekte. Mit den Sängern probte er in intensiven aber kurzweiligen Proben Stücke aus der christlichen Popularmusik und ein Werk aus der klassischen Kirchenmusik. "Die Texte zusammen mit der ergreifenden Musik waren überwältigend", stellte manches Chormitglied nach den Proben fest. "Das ist ein Schwerpunkt unserer gemeinsamen Vorbereitung gewesen, dass die Texte der neuen Musik die biblische Botschaft tragen und in das Erleben und in die Erfahrungen unserer Zeit übertragen", berichtet Anwand aus der gemeinsamen Vorbereitung mit Thomas Wagler.

Zu dieser inhaltlichen Tiefe trugen auch eigene Kompositionen von Thomas Wagler bei, der gemeinsam mit Benjamin Anwand bereits den Proben einen geistlichen Rahmen gab. "Alles was wir hier gemeinsam Tun dient nicht einer Konzertvorbereitung, sondern wir wollen damit Gottesdienst gestalten, Gott loben und ihm danken, aber auch Klagen und Bitten unseres alltäglichen Ergehens zum Ausdruck bringen", erklärt Pfarrer Anwand den Grundgedanken der Projektarbeit.

So bildete der gemeinsame Gottesdienst am Sonntag in einer überfüllten Obersuhler Kirche den Höhepunkt des Wochenendes und damit auch einen Höhepunkt im Gemeindeleben. "Neben der Musik und diesem aufbauenden Gottesdienst hat mir die Gemeinschaft gut getan – in den Pausen, beim den Mahlzeiten, jetzt beim Kirchenkaffee", berichtet ein Gast aus dem Werratal. "Schön, dass solche Projekte hier möglich sind."

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