K+S droht mit Klage

Werra-Weser-Anrainerkonferenz: Kalihersteller unterdrckt kritische BerichterstattungPRESSEMITTEILUNG Kassel/Waldhessen. Die Versuc

Werra-Weser-Anrainerkonferenz: Kalihersteller unterdrckt kritische Berichterstattung

PRESSEMITTEILUNG Kassel/Waldhessen. Die Versuche des Unternehmens K+S, eine kritische Berichterstattung in den Medien zu unterdrcken, weiten sich aus. Nach dem ZDF soll nun auch der Vorsitzende der Werra-Weser-Anrainerkonferenz, er Witzenhuser Erste Stadtrat und Diplomchemiker Dr. Walter Hlzel, seine Kritik an der Entsorgungspraxis des Kaliproduzenten nicht mehr uern drfen.Hlzel hatte in einem Fernsehbeitrag des ZDF auf den Zusammenhang zwischen den offen liegenden Salzhalden, den nicht durch Versatz gesicherten Bergwerken und der Lagerung von Giften und Filterstuben in den dafr offen gehaltenen Gruben des Werrareviers hingewiesen. In dem ZDF-Beitrag wurden Salzhalden gezeigt, die weder eine Basisabdeckung noch eine Randabdeckung haben; an anderen Halden war die Randabdeckung schadhaft, so dass auch hier die Haldenabwsser unkontrolliert in den Untergrund gelangen knnen. In der Umgebung der Werke dringen hoch konzentrierte Salzlaugen wieder aus dem Untergrund und flieen ber die Vorfluter in die Werra.In anderen Kalirevieren, wie in Stafurt und Teutschendorf dagegen werden die Salzhalden nach unter Tage versetzt und sichern damit die Gruben gegen Erdschlge und Bergsenkungen. Neue Halden werden nicht mehr angelegt. Dies wird auch in Sondershausen und in Roleben Stand der Technik sein.Nach Ansicht von K+S ist die Darstellung der WWA e.V. nachweislich falsch. Sie sei ferner ehrenrhrig und sie verletzte die Unternehmenspersnlichkeitsrechte des Unternehmens in hohem Mae. K+S verlangt, dass sich die WWA e.V. ber diesen Zusammenhang nicht mehr uert und droht mit einer gerichtlichen Auseinandersetzung.Die Werra-Weser-Anrainer-Konferenz e.V. weist die Anmaung des Kaliherstellers mit Entschiedenheit zurck, sie wird die geforderte Unterlassungserklrung nicht unterschreiben. Sie sucht die sachliche Auseinandersetzung mit dem Unternehmen K+S und wird dies gezwungenermaen auch vor Gericht tun. Die Stadt Witzenhausen hat ihrem Ersten Stadtrat Rechtsschutz zugesichert.Die WWA e.V. ermutigt das ZDF ausdrcklich, dem Druck des Verursachers der Umweltschden ebenfalls nicht zu weichen. Die von K+S vorgebrachten Argumente werden einer sachlichen berprfung nicht standhalten. Der Gedanke ist unertrglich, dass es der K+S Kali GmbH gelingen sollte, eine kritische Berichterstattung mit fadenscheinigen Behauptungen zu unterdrcken. Wir bieten deshalb dem ZDF unsere fachliche Untersttzung an, so Dr. Walter Hlzel, Vorsitzender der Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.Dr. Walter HlzelErster Stadtrat WitzenhausenVorsitzender Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.

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Lesen Sie hier mehr zum Thema:

Dreist die Welt auf den Kopf gestellt Ein Offener Brief von Roland Gimpel an die thringische Landtagsabgeordnete Katja Wolf (Die Linke), die kritisiert hatte, dass das ZDF den Abenteuer-Wissen-Beitrag zu K+S zurckgezogen hatte (vom 29. Mrz 2010)

Den Schaden verursacht doch K+S, nicht das ZDF Blick in den Nachbarkreis: GRNE nehmen Berichterstatter in Schutz und kritisieren 1. Kreisbeigeordneten (vom 25. Mrz 2010)

Quo vadis, Werratal? K+S Mitarbeiter Thomas Zierdt zur negativen Berichterstattung ber die K+S GmbH-Werk Werra (vom 19. Mrz 2010)

Sieg fr K+S, Ries, Orth, Mtzing... Keine Chance fr einseitigen Journalismus: ZDF zieht Sendebeitrag Abenteuer Wissen zurck (vom 15. Mrz 2010)

Bitte mehr Objektivitt! Stellungnahme zur ZDF-Sendung Abenteuer Wissen - Ries und Orth: Alles verantwortungslose Panikmache(vom 24. Februar 2010)

Widdershausen ist erschttert Eine Stellungnahme des Ortsbeirats zum Beitrag Salz Segen und Fluch des weien Goldes in der ZDF-Sendung Abenteuer Wissen vom Mittwoch, 17. Februar (vom 23. Februar 2010)

Althoff zu Abenteuer Wissen Thema Werraversalzung Der Kreistagsgrne zu Laugenverklappung, Pipeline, Arbeitsplatzsicherung... (vom 23. Februar 2010)

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