Dschungelcamp: Alle schaue... aber ich nicht!

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Das meint KA-Redakteur ­Philipp Ling zum Hype um das RTL-Dschungelcamp...

Das meint KA-Redakteur ­Philipp Ling zum Hype um das RTL-Dschungelcamp (und das meint KA-Redakteur Rick Fröhnert):

Das "Dschungelcamp" ist mittlerweile so etwas wie ein jährliches Ritual geworden. Und jedes Jahr steht aufs neue die Frage im Raum:  Muss man da wirklich mitreden können? Wer sich bei der Ekelprüfung wie tapfer geschlagen hat oder wer wann welche Körperteile entblößt hat? Ich bin nach wie vor der Meinung, "Nein".

Der Spaß am ‘Fremdschämen’ ist mir nicht gegeben, zumal ich von den vorgeblichen "Stars" nun mittlerweile keinen einzigen mehr kenne. Im Gegensatz zu vor-­herigen Sendungen, wo mal der ein oder andere aus dem gesellschaftlichen Leben außerhalb des Fernsehens vertreten war, ist das diesjährige Spektakel zur reinen Resteverwertung der Unterhaltungsmaschinerie geworden. Wer wie ich die Niederungen des deutschen Fernsehens von "Bachelor" bis "GZSZ"  insgesamt meidet, dem bleiben diese Promi-Hinterbänkler naturgemäß unbekannt. So ist es mir denn auch ziemlich egal, wer dort im Schlamm ­tauchen oder Übelkeit erregende Dinge essen muss.

Natürlich schaut der Soziologe in mir mit einer gewissen Faszination das Schauspiel an; wie sich eine Gesellschaft darin gefällt, vermeintliche Promis aufs Podest zu heben, um sie genussvoll zu demütigen. Nun ja, Schadenfreude ist eben ein Urtrieb des Menschen, da lässt sich natürlich trefflich Kapital draus schlagen. Anschauen muss ich es mir bestimmt nicht allabendlich. "Panem et Circenses" für den, der es braucht, mir ist ein gutes Buch lieber.

Immerhin, ein Gutes hat die Sache ja: Nach zwei Wochen konzentrierter Dosis ist es wieder für ein Jahr vorbei (ob das Sommercamp auch so ein Erfolg wird, warten wir erst einmal ab).

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