Dubiose Abzocke in Waldhessen

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Verträge, die auf offener Straße unterschrieben werden, verheißen meist nichts besonders Gutes. Also: Niemals etwas unterschreiben, wenn es berechtigte Zweifel gibt! Foto: archiv

Bad Hersfeld. Einer miesen Masche fallen momentan viele Waldhessen zum Opfer: Dreiste Abzocke in der Fußgängerzone!

Bad Hersfeld. Waldhessen aufgepasst: In der Bad Hersfelder Innenstadt treiben sich immer wieder Betrüger um.  Mit scheinbar zufällig gestellten Fragen, wie "Findest du Musik, Filme, CD’s oder Handyzubehör nicht auch total überteuert?", versuchen sie – meist mit Erfolg – ahnungslose Passanten zum Stehenbleiben zu bewegen. Schnell verwickeln die Mitarbeiter einer Firma, die angeblich Medienkataloge vertreibt, Passanten in ein Gespräch. Anstelle des versprochenen Kataloges erhalten Unterschreiber unwissentlich eine zweijährige Mitgliedsschaft eines Videoclubs. Schon nach einigen Minuten fordern diese Adresse, Konto-Daten und Telefonnummer, angeblich um sich von der "Geschäftsfähigkeit der Kunden" zu überzeugen. So wird nur eines überprüft, nämlich, ob falsche Namen angegeben werden.

Da die Passanten oftmals in Eile sind, denken viele nicht darüber nach, was sie ohne Zögern preisgeben.  Es ist dringend davon abzuraten, persönliche Daten auf offener Straße herauszugeben.  Allen, die in der Vergangenheit schon einmal einen solchen "Vertrag" unterschrieben haben, ist hiermit dringendst geraten, noch heute eine schriftliche Kündigung des abgeschlossenen Abos per Einschreiben an die Firma zu senden. Dies rät auch die Verbraucherzentrale Hessen. Bei Fragen bieten die Experten ihre Hilfe an.Und auch im Internet erreicht man unter der angegebenen Adresse niemanden. Hier heißt es schlicht: "Diese Seite ist vorübergehend nicht online". Nach Ablauf der zweiwöchigen Kündigungsfrist wird es schwierig, aus der Abo-Falle herauszukommen – auch weil die Bedingungen des Abos im Kleingedruckten genau erläutert sind.  Oft hilft es schon, den "Promotern" zu widersprechen – dies bringt sie meist schon so aus dem Konzept, dass eine ungewollte Vertragsabschließung in den Hintergrund tritt.

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