Brandschutz: So soll das Ehrenamt entlastet werden

Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling und Landrat Dr. Michael Koch unterzeichnen den Vertrag. Mit dabei: der amtierende Stadtbrandinspektor Frank Jakob und der stv. Kreisbrandinspektor Martin Orf. Foto: nh

Der Landkreis übernimmt ab sofort den vorbeugenden Brandschutz, um die ehrenamtlichen Helfer zu entlasten

Bad Hersfeld.  Am 17. Mai haben Landrat Dr. Michael Koch und Bürgermeister Thomas Fehling eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Übernahme der Brandschutzdienststelle der Stadt Bad Hersfeld durch den Landkreis regelt. „Ich freue mich, dass wir mit dieser Regelung unserer Kreisstadt helfen und das Ehrenamt entlasten können“, erklärt Landrat Michael Koch den Vertrag: „Durch diese Regelung hoffen wir die Voraussetzungen zu schaffen, dass sich nun wieder ein Stadtbrandinspektor für dieses Amt zu Wahl stellt.“

Die Brandschutzdienststelle ist für den vorbeugenden Brandschutz zuständig. Sie bewertet, wo Rettungswege an Gebäuden gebaut werden müssen, muss Sicherheitskonzepte für Märkte und Veranstaltungen erstellen und Stellungnahmen im baulichen Brandschutz schreiben. Bisher übernahm das Bauaufsichtsamt der Stadt Bad Hersfeld mit einem Sachbearbeiter die Brandschauen und Begehungen von Objekten.

Bürgermeister Thomas Fehling macht das Problem deutlich: „Der ehrenamtliche Stadtbrandinspektor musste dafür unterschreiben, dass alles in den Konzepten und Gutachten stimmt – für etwas, für das er im Zweifel nicht qualifiziert ist.“ Fehling erhofft sich positive Auswirkungen: „So ermöglichen wir, dass es wieder mehr Bewerber für das Amt des Stadtbrandinspektors geben könnte.“

In den kommenden Wochen wird die Brandschutzdienststelle des Landkreises die Unterlagen der Stadt sichten. „Wir werden eine Objektliste erstellen: Welche Gebäude gibt es in Bad Hersfeld, die unter unserer Aufsicht stehen und wann müssen wir welche überprüfen? Wo müssen wir bei Bauaufsichtsverfahren zügig zuarbeiten?“, erklärt der stellvertretende Kreisbrandinspektor Martin Orf. Wichtig ist allen besonders die Zusammenarbeit der Bauaufsicht der Stadt Bad Hersfeld und des Kreises. „Wir werden Termine für Gefahrenverhütungsschauen in Gebäuden von Firmen abstimmen, damit der Aufwand für die Bürger möglichst klein bleibt“, nennt Martin Orf nur ein Beispiel.

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