Ehrung für langjährige Pfarrerinnen und Pfarrer

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Berufung statt nur Beruf: Ordinationsjubiläum in der Stadtkirche Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Am Ende ihres Berufslebens gehen viele Arbeitnehmer in den Ruhestand und lassen den Job einfach hinter sich. Der Pfarrberuf macht da sicherlich eine Ausnahme, denn der Dienst in der Gemeinde ist oftmals mehr als nur Beruf, sondern eher Berufung. Zu Beginn steht das Theologiestudium, das durch Predigerseminar und praktischer Ausbildung im Vikariat ergänzt wird. Auf das erfolgreiche Examen folgt die feierliche Ordination, bei der die angehenden Pfarrerinnen und Pfarrer zu ihrem Dienst verpflichtet und sie unter Gottes Segen gestellt werden. Nach Jahrzehnten als Seelsorger und Prediger ist es für viele daher nicht selbstverständlich, den Talar mit dem Tag ihrer Pensionierung an den Nagel zu hängen. Meist ist es ihnen ein Bedürfnis, sich auch fortan in der kirchlichen Arbeit zu engagieren - natürlich ohne den Stress, die der vielfältige Beruf im Alltag mit sich bringen kann.
So beispielsweise der 80-jährige Wolfgang Schott aus Fritzlar-Geismar, der bis zum Beginn der Corona-Krise noch mindestens einmal pro Monat von der Kanzel predigte und sich darüber hinaus auch weiterhin in der Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) einbringt. Am Wochenende wurde in der Bad Hersfelder Stadtkirche das diesjährige Ordinationsjubiläum begangen, das 1995 in Hofgeismar aus der Taufe gehoben wurde. Der Pfarrverein der EKKW, der bereits seit 1891 existiert, hatte alle Pfarrerinnen und Pfarrer eingeladen, die vor 40, 50, 60 oder sogar 65 Jahren ordiniert worden waren. Alters- und coronabedingt hatten sich nicht alle auf den Weg in die Lullusstadt gemacht – immerhin 16 Jubilare waren der Einladung gefolgt.
Hausherr Frank Jaeger, Vereinsvorsitzender Frank Illgen und Prälat Bernd Böttner begrüßten die Ehrengäste und ihre Angehörigen auf das Herzlichste, unter ihnen Pfarrer Wolfgang Köster aus Frankenberg. Der 87-jährige, der bereits 1960 seine erste Pfarrstelle in Maintal-Bischofsheim antrat, hielt bis vor wenigen Jahren immer noch regelmäßig Gottesdienste und Andachten. „Wie ist es ihnen ergangen in all den Jahren ihres Dienstes“, fragte der Prälat in seiner Predigt. „Sie haben von ihren Vorgängern Bewährtes übernommen und zusammen mit Neuem weitergegeben“, blickte er auf die ganz unterschiedlichen beruflichen Lebensläufe zurück. „Im Namen der Kirchenleitung danke ich ihnen für ihren Dienst – gestern, heute und morgen“, machte der stellvertretende Bischof deutlich, „dieser Dank geht auch an die Ehepartner und Familien“, fügte er hinzu.
Beim gemeinsamen Mittagessen gab es viele Erlebnisse, auf die so mancher Pfarrer, aber auch die Ehefrauen zurückblicken konnten. In einem weiteren Gottesdienst am Nachmittag erhielten schließlich noch die aktiven Pfarrerinnen und Pfarrer eine Urkunde zu ihrem 25-jährigen Ordinationsjubiläum.

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