Der Eichhof bleibt, die Schulden auch

Zur Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend und dem Artikel auf Seite 5 in der Wochenendausgabe:

Bad Hersfeld.  Den Artikel, auf den sich dieser Kommentar bezieht, finden Sie hier.

Die Bürger und die Politik haben sich beschwert – der Intendant hat zugehört und damit ist der Eichhof als Spielstätte für die kommende Festspielsaison gesichert. Dass weiterhin auf die Spielwiese und das Theaterzelt verzichtet wird, obliegt, wie Bürgermeister Thomas Fehling es betont hat, der künstlerischen Intendanz der Festspiele und damit bei Dieter Wedel.

Mehrere Stadtverordnete sprachen sich dabei aber für den Eichhof aus, da dieser einfach zu den Festspielen dazugehöre. Entgegen der ersten Meinungen, der Hessentag ginge auch ohne großes Konzert, ohne einen oder mehrere Bands, die die Besucher von nah und fern herlocken, wurde die Errichtung einer Hessentagsarena in der Stadtverordnetenversammlung sehr schnell durchgewunken.

In der Arena sollen 15.000 Menschen Platz finden, lediglich über den Ort wird noch beraten. Neben dem Jahnpark steht unter anderem das Obersbergstadion zur Debatte sowie ein weiterer Ort, der noch nicht verraten wurde. Der Haushalt für das kommende Jahr wird 7,2 Mio. Euro höher angesetzt, als noch für 2017, was aufgrund höherer Einnahmen durch unter anderem Gewerbesteuer und Grundsteuer aber mehr als abgedeckt sein wird.

Nicht so gut sehen die Zahlen jedoch beim Hessentag aus. Eine weitere Verschuldung um rund 10 Mio. Euro steht der Stadt damit bevor. Bis Ende 2019 soll die Verschuldung damit insgesamt 110 Mio. Euro betragen. Für die Zeit nach dem Hessentag ist laut Fehling jedoch eine Kehrtwende geplant.

Jährlich sollen ab 2020 gut 2 Mio. Euro Schulden abgebaut werden. All das war bereits bekannt. Fehling betont zwar, wie wichtig die Festspiele sind und wie sich die Kosten für diese aufgliedern beziehungsweise, wie sich die Kosten von 1,4 Mio. Euro schönreden lassen, jedoch trug Jochen Kreissl eine ganz interessante Überlegung vor, die aber fast einstimmig abgelehnt wurde: Die Festspiele könnten doch auch nur alle zwei Jahre stattfinden.

Klar, es ist schön, jeden Sommer die Festspiele zu haben. Vor allem für alle Fußballmuffel, die nichts mit dem zweijährlichen Takt von EM und WM anfangen können, sind die Festspiele eine super Veranstaltung. Aber wäre es so schlecht, wenn die Festspiele nur alle zwei Jahre stattfinden? Wie gesagt, es ist ein interessanter Gedanke und vielleicht ab 2020, wenn die Sparmaßnahmen verstärkt beginnen, gar nicht mehr so abwegig, wie am Donnerstagabend.

Rubriklistenbild: © Blöthner

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