Mit Eifer und viel Herzblut

Nach ber vier Jahrzehnten heit es Abschied nehmen: Arno Schter verlsst die KreishandwerkerschaftVon RICK FRHNERTWaldhes

Nach ber vier Jahrzehnten heit es Abschied nehmen: Arno Schter verlsst die Kreishandwerkerschaft

Von RICK FRHNERT

Waldhessen. Am 31. Mrz endet fr Arno Schter ein groen Kapitel seines Lebens. Seit ber 40 Jahren ist er im Dienst der Kreishandwerkerschaft. Zuerst 13 Jahre in Wiesbaden, Schters Heimatstadt, ab 1980 im Kreis bis heute hat er hier den Geschftsfhrerposten inne. Ab 1. April bernimmt Dirk Bohn den Posten Schter dankt ab, nach ber vier Jahrzehnten.

Dabei wre es schon 1984 fast vorbei gewesen: Damals wollte Schter alles hinwerfen, kndigen. Die Mitgliederversammlung mit den Obermeistern ist sehr wichtig. Wir hatten dort damals zu viele unterschiedliche Ziele, erinnert sich Schter heute. Doch er wurde zum bleiben berredet. Heute haben wir eine ideale Mitgliederversammlung, so Schter glcklich. Man diskutiere zwar viel, komme am Ende aber immer auf einen Nenner.

Glck fr den Kreis, dass Schter damals nicht ging. Durch seinen Einsatz und sein Engagement hat er die Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg mageblich mit aufgebaut. Besonders stolz ist er auf die zwei Berufsbildungszentren in Bebra und Bad Hersfeld.

Obwohl die Anzahl der Betriebe heute, im Vergleich zu 1980, um rund 50 Prozent gesunken ist, gibt es mehr Beschftigte als frher. Bis 1985 und nach der Wende, von 1989 bis 1993, gab es eine sehr positive Tendenz, sagt Schter. Mittlerweile habe man aber das Problem, dass die Jugend immer mehr in die Ballungsgebiete abwandere.

Dieser Trend muss unter allen Umstnden gestoppt werden, so der Hauptgeschftsfhrer. Auch wenn die Jugendlichen mal rebellisch oder ungestm seien, Schter sah dies nie negativ. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln, auch wenn es mal schmerzhaft wird, findet er.

So erlebte er auch die Wirtschaftskrise der letzten Jahre hautnah mit. Zum Glck wirkte die sich nicht zu drastisch auf das hiesige Handwerk aus, berichtet Schter. Man sei nicht allzu exportabhngig, daher blieben grere Verluste aus. Weitaus negativer sah Schter die Agenda 2010.

Durch die Berufszweige, die ohne Meisterbrief einen Betrieb erffnen durften, versprach man sich in Berlin einen groen Zuwachs aber das Gegenteil war der Fall, findet Schter. Auch die Abwrackprmie erlebte er als Hauptgeschftsfhrer der Kreishandwerkerschaft hautnah mit. Die Umweltprmie brachte zwar teilweise einen Aufschwung, das eigentliche Problem wurde aber nur verschoben, nicht bekmpft, so Arno Schter.

Einen letzten Wunsch hat Schter auch: Es muss mehr Zusammenhalt geben als bisher, der Solidarittsgedanke muss eine noch grere Rolle spielen. Aufgaben, die es nun fr Nachfolger Dirk Bohn (Mehr dazu im Infokasten) zu bewltigen gilt.

Schter geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich habe meine Arbeit immer gern gemacht, sagt er abschlieend. Fr seine Hobbies Fahrradfahren und Malen hat Schter in Zukunft aber ausgiebig Zeit. Zeit, die er sich auch redlich verdient hat!

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Kein Aprilscherz: Dirk Bohn ab 1. April offiziell im Amt!

Ab 1. April bernimmt Dirk Bohn die Nachfolge von Arno Schter als Hauptgeschftsfhrer der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg. Ich wurde von den Waldhessen und auch meinen Kollegen sehr gut aufgenommen und freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben, sagt Bohn, der zuletzt bei der Kreishandwerkerschaft Werra-Meiner ttig war. Nun mchte er Schters Arbeit mit dem Motto Gemeinsam stark in Zukunft mit viel Engagement und neuen Projekten weiter vorantreiben. (rif)

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Informationen zur Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg finden Sie HIER.

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