Ein Frühstück mit... Parbet Chugh

Im Gespräch mit Parbet Chugh beim gemütlichen Frühstück.
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Im Gespräch mit Parbet Chugh beim gemütlichen Frühstück.

Festspiel-Star Parbet Chugh plaudert am Cafétisch

Parbet Chugh ist in Bad Hersfeld ein alter Bekannter. In diesem Jahr ist er in der Kömodie „Extrawurst“ zu sehen.

Nach sieben Jahren Pause von Bad Hersfeld freut sich Parbet Chugh sehr, wieder in bei den Festspielen dabei zu sein. „Für mich ist das eine Art deja vu“, sagt er. „Meistens bedeutet ein neuer Spielort auch eine neue Stadt. Hier ist es natürlich anders. In Bad Hersfeld ist mir auch Vieles vertraut.“ Dabei hat er eine besondere Beziehung zu Bad Hersfeld, denn hier absolvierte er sein erstes Gastspiel direkt nach dem Abschluss der Schauspielschule: 2011 spielte er in der Schilde-Halle die Rolle des Beckmann in „Draußen vor der Tür“ und mehrere Rollen in der Stiftsruine. „Es ist ein Geschenk, in dieser Ruine spielen zu dürfen“, outet er sich als Stiftsruinen-Fan. Gerne hätte er in diesem Jahr auch den Eichhof kennengelernt, doch wegen der Hygienemaßnahmen wird das aktuelle Stück stattdessen in der Tennishalle an der Unterau gespielt – „das ist natürlich eine super Ersatz-Location.“ In „Extrawurst“ wird seine Figur wegen ihrer ausländischen Herkunft angegriffen. Ihm selbst ist das jedoch noch nicht zugestoßen. „Ich habe selbst viele Jahre Fußball im Verein gespielt, dort war das nie ein Thema.“ Sowieso findet er die Frage nach seiner Herkunft eigentlich sehr überflüssig – geboren und aufgewachsen in Hamburg ist er schließlich ganz Deutscher. Er ist da ganz pragmatisch: „Wenn ein gewisser Horizont nicht da ist, meide ich das Gespräch einfach.“ Beim Theater sei es aber glücklicherweise mittlerweile auch so, dass nicht mehr nach Aussehen und Typ gecastet werde – in Bad Hersfeld war er wie erwähnt als Beckmann und als Musketier Aramis zu sehen, und auch den Puck im „Sommernachtstraum“ spielte er schon. Doch in Extrawurst geht es auch nur vordergründig um diese Debatte. „Wenn man genau hinsieht, sind es in dem Stück die anderen, die eine Extrawurst wollen“, erläutert er. „Erol selbst sagt, er braucht das eigentlich gar nicht.“ Und so beleuchtet die Diskussion vielfach die Probleme der anderen: Matthias‘ Hadern mit seiner Rolle als ewiger Zweiter oder die Beziehungsprobleme zwischen dem Ehepaar Torsten und Melanie. „Es finden sich viele Geschichten darin wieder – da kann sich jeder an die eigene Nase fassen“, fasst Chugh zusammen. Ihm gefällt an dem Stück aber besonders der bissige Humor: „Es ist unglaublich witzig, super pointiert geschrieben und gespielt. Und auch sehr aktuell.“

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