Einbruchserie in Obersuhl: „Was machen Bürgermeister, Ortsvorsteher und Polizei?“

Zur Einbruchserie in Obersuhl schreibt KA-Leser Klaus Ludwig: Man liest interessiert von Einbrüchen in Wohnhäuser und Arztpraxen im Wildecker Ortste

Zur Einbruchserie in Obersuhl schreibt KA-Leser Klaus Ludwig:

Man liest interessiert von Einbrüchen in Wohnhäuser und Arztpraxen im Wildecker Ortsteil Obersuhl. Man liest auch von einem Einbruch in eine Garage, bei dem u.a. Reifen gestohlen wurden. Das Diebesgut (Satz Räder mit Leichtmetallfelgen des Herstellers Ford, 5-Loch im Speichendesign; Reifen der Marke Bridgestone, Größe 205/55 R 16!?) wird ausführlich beschrieben. Welchen Bürger interessiert das?

Dass es sich in Obersuhl um eine seit dem vergangenen Jahr andauernde dreiste Einbruchsserie handelt, die Züge von organisierter Kriminalität in sich trägt und die Bevölkerung zwischenzeitlich in Angst und Schrecken versetzt ist scheinbar eher nebensächlich.

Erst in der Nacht vom 25. auf den 26. Februar 2011 wurde wieder in einen Friseursalon, in eine Gaststätte sowie in ein Wohnhaus eingebrochen.

Verschiedene Einbrüche wurden übrigens gar nicht erst öffentlich. Zum Beispiel muss besondere Erwähnung finden, dass es für den Täter oder die Täter überhaupt keine Rolle spielt, ob die Besitzer der heimgesuchten Objekte zu Hause sind oder nicht. So standen diese in einem Fall nachts im Zimmer einer schlafenden Frau.

Immer mehr Menschen in Obersuhl machen sich um ihre Sicherheit ernsthafte Sorgen. Diese Besorgnis muss zwangsläufig einhergehen mit der Frage nach dem Bemühen aller Verantwortlichen zum Schutz der Bürger.

Bisher haben sich weder der Ortsvorsteher noch die gewählten ehrenamtlichen Politiker zu dieser Problematik geäußert.

So darf zu aller erst die Frage erlaubt sein, ob nicht etwa die Nachtabschaltung der Straßenlaternen solche Taten fördert. Der Wildecker Bürgermeister Jürgen Grau wäre in seiner Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger nunmehr gefordert, sicherheitsrelevante Entscheidungen zu treffen. Diese sind längst überfällig!

Aber wiederholter O-Ton des Bürgermeisters: "Die Nachtabschaltung der Straßenlaternen in Wildeck hat keinen Einfluss auf spezifische Kriminalitätsformen und -raten"!!!!

Bleibt die Frage nach der Polizei. Die polizeiliche Präsenz – auch auf dem flachen Land – wurde in den letzten Jahren zu normalen Tageszeiten deutlich erhöht. So sieht man an einem Vormittag manchmal zwei bis drei Streifenwagen gleichzeitig in Obersuhl.

Nun ist natürlich die Überwachung der Gurtpflicht und die Suche nach parkenden Fahrzeugen auf Gehwegen ein – für wen auch immer – einträgliches Geschäft. Aber, was ist nachts? Dort fallen Zulagen wie "Dienst zu ungünstigen Zeiten", etc. an ohne großartige Erträge für den Fiskus!"

Es wäre sicherlich hilfreich, wenn die Polizei jetzt alle Einbrüche in Obersuhl der vergangenen Monate nach Datum, Uhrzeit und den jeweiligen Schäden aufschlüsseln könnte und kund tun würde, damit sich die Bevölkerung entsprechend der Erkenntnisse auf zukünftige Übergriffe vorbereiten könnte.

Klaus Ludwig, Wildeck

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