Eine Million Euro Förderung für Kaligebiete aus dem Werra-Ulster-Weser-Fonds

Vachas Bürgermeister Martin Müller (v.li.), Philippsthals Bürgermeister Ralf Orth, Hohenrodas Bürgermeister Andre Stenda, Gerstungens Bürgermeisterin Sylvia Hartung sowie die Landräte Dr. Michael Koch und Reinhard Krebs auf dem Marktplatz in Vacha. Foto: nh

Startschuss für positive Entwicklung der Kaligebiete in Hessen und Thüringen: Die Kaligebiete im Kreis dürfen sich über 500.000 Euro freuen.

Vacha. Mit dem Ziel, die Kaliregion zukünftig attraktiver zu gestalten, schüttet das Bundesumweltministerium (BMUB) 1 Million Euro Fördermittel aus. Das Geld in Form des Werra-Ulster-Weser-Fonds wird dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Wartburgkreis zu gleichen Teilen ausgehändigt. Die finanzielle Unterstützung von je 500.000 Euro steht den Landkreisen bis zum Jahr 2021 zur Verfügung. Die Details der länderübergreifenden interkommunalen Förderung wurden am Dienstag im Rathaus der Stadt Vacha offiziell vorgestellt. Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch sagt: „Unsere Landkreise profitieren von der Kaliproduktion seit Jahrzehnten. In den kommenden Jahren ist es unsere Aufgabe, die Attraktivität des Werratals zu erhalten. Ich freue mich, dass der Bund das Vorhaben jetzt mit Sondermitteln für unsere Kaliregion unterstützt.“ Ziel ist es, insbesondere in den Gebieten, die vornehmlich von den Belastungen der Kaliproduktion betroffen sind, regionale und lokale Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Mit den Geldern soll die Entwicklung in den Kommunen Heringen, Philippsthal und Hohenroda auf hessischer Seite vorangetrieben werden. Aber auch Kooperationsprojekte mit anderen Gemeinden sind möglich. Im Wartburgkreis gibt es von vornherein keine Eingrenzung der Gebietskulisse auf einzelne Kommunen. Für Reinhard Krebs, Landrat des Wartburgkreises, bietet der Fonds die Möglichkeit einer weiteren länderübergreifenden Annäherung. Krebs sagt: „Wir sehen den Fonds auch als Anstoß, über die Förderung einzelner Projekte hinaus bei der Entwicklung unseres gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraums enger zusammenzuarbeiten.“ Koch erklärt: „Im Fokus liegen Projekte in Hessen und Thüringen, die der Allgemeinheit zugutekommen.“

Keine Grenzen: Bewerben kann sich jeder

Die Mittel des Bundesumweltministeriums können für die Bereiche Umwelt- und Gewässerschutz, Bildung oder Jugendarbeit sowie zur Unterstützung von Tourismus, Kultur, Sport und Ehrenamt beantragt werden. Sowohl Kommunen, Privatpersonen, Dorfgemeinschaften, als auch Vereine und sonstige Institutionen können eine Unterstützung ihrer Maßnahmen einreichen. Während die Bewerbungsphase für den Wartburgkreis am 16. März endete, fällt der Startschuss für Hersfeld-Rotenburg erst am 9. April - Bewerbungsfrist ist der 5. Juni. Landrat Krebs berichtet: „Bei uns sind bis zum 16. März über 30 Projektanträge eingegangen.“

Die Mittel des Werra-Ulster-Weser-Fonds wurden aus dem Bundeshaushalt 2017 bereitgestellt. Die einzelnen Projekte müssen ein Gesamtvolumen von mindestens 5.000 Euro aufweisen, die maximale Bezuschussung liegt bei 100.000 Euro. Für beide Landräte bedeutet die länderübergreifende Zusammenarbeit eine gute Möglichkeit, verschiedene Projekte im Werratal anzugehen. Denn: Die Kaliregion hört nicht an den jeweiligen Kreisgrenzen auf. Der Fonds bietet die Chance, einen dauerhaften Entwicklungsprozess für die nächsten 20 Jahre anzustoßen, sind sich beide Landräte einig.

Welche Projekte gefördert werden, entscheidet ein Gremium im jeweiligen Landkreis. Dabei sind neben Vertretern der WFG und des Landkreises auch die Bürgermeister der drei förderwürdigen Gemeinden Heringen, Philippsthal und Hohenroda.

Die Beratung potenzieller Förderantragssteller übernimmt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises. Ansprechpartnerin ist Johanna Sick von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), Leineweberstraße 1, 36251 Bad Hersfeld, Telefon 06621/944171. Der Förderantrag ist schriftlich beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Fachdienst Ländlicher Raum, Sachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung in 36251 Bad Hersfeld einzureichen.

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