Eine runde Sache: 350 Fahrräder kamen dank KA-Aufruf für den Kirchentag in Hamburg zusammen

Bad Hersfeld. Der 34. Kirchentag kann gar nichts anderes als ein Erfolg werden. Da ist sich Markus Niebling aus Bad Hersfeld sicher. Er ist ehrenamtli

Bad Hersfeld. Der 34. Kirchentag kann gar nichts anderes als ein Erfolg werden. Da ist sich Markus Niebling aus Bad Hersfeld sicher. Er ist ehrenamtlicher Helfer bei der Großveranstaltung, die vom 1. bis 5. Mai in Hamburg stattfindet, und dafür zuständig, dass genügend Leihräder an diesen Tagen vor Ort sind.

Vor einigen Wochen hatte Niebling einen Aufruf im Kreisanzeiger gestartet, und um Fahrradspenden unter den Waldhessen gebeten. "Es ist unglaublich, wieviele Menschen sich gemeldet haben und uns ihr Fahrrad überließen", freut sich Niebling. 350 Fahrräder sind zusammengekommen. "Es war sogar ein E-Bike dabei. Unglaublich, wie großzügig die Menschen waren", so Niebling weiter. Wochenlang war er in Waldhessen unterwegs, um die Fahrräder bei den Spendern einzusammeln. Auf den Bauhöfen der Gemeinden wurden die Räder zwischengelagert. Im Endspurt ging es dann für die Drahtesel nach Bad Hersfeld.

Dort wurden sie am vergangenen Wochenende bei der Bad Hersfelder Feuerwehr, die als Endlager genutzt wurde, auf einen großen Lkw geladen, um sie nach Hamburg zu transportieren. "Keine leichte Aufgabe für die Helfer. Glücklicherweise erklärten sich Schüler der Linggschule bereit, um beim Verladen anzupacken", erklärt Niebling.

Die Fahrräder mussten, bevor sie auf den Weg nach Hamburg geschickt wurden, natürlich auf Vordermann gebracht und fahrtüchtig gemacht werden: "Mein Sohn, ein paar Freunde und ich haben jedes einzelne Fahrrad in den Händen gehabt. Ein zeitaufwendiges Hobby", lacht Niebling.

Aber nicht nur die Fahrrad-spender, sondern auch die Städte und Gemeinden haben die Aktion unterstützt. "Und das nicht nur als Zwischenlager. Die Gemeinden Philipps-thal, Rotenburg, Bebra und Bad Hersfeld haben zusätzlich Geld in die Hand genommen, und den Transport nach Hamburg bezahlt." Auch viele andere waldhessische Firmen haben sich mit kostenloser Arbeitskraft sowie Fahrzeug- und Anhängerleihgaben beteiligt.

"Allen, die mitgeholfen haben, diese Aktion so reibungslos über die Bühne zu bringen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt", so Niebling. Und wer glaubt, mit seiner Fahrradspende hätte er nur dem Kirchentag etwas Gutes getan, der irrt. Niebling: "Die Fahrräder werden natürlich auch bei weiteren Kirchentagen genutzt. Beim letzten Kirchentag war es so, dass einige, die nach der Veranstaltung nicht mehr in Schuss waren, nach Afrika gegangen sind. Dort haben Jugendliche, die eine Ausbildung machen, sie wieder auf Vordermann gebracht und sie anschließend  an Bedürftige verschenkt. Immer, wenn man im Fernsehen einen Bericht über Afrika sieht, sollte man also besonders aufpassen, ob da nicht gerade sein altes Fahrrad durchs Bild fährt", scherzt Niebling.

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