Eine Stimme für die, die keine Stimme haben

Friedensgebet in der Martinskirche Bad Hersfeld.
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Friedensgebet mit Wanderfriedenskerze in der Martinskirche und Diskussion um die Folgen der Corona-Pandemie.

Bad Hersfeld. Das Thema Frieden beherrschte den Abend des 4. September beim Friedensgebet in der Martinskirche. Die Friedenspfarrerin Sabine Müller-Langsdorf aus Frankfurt am Main hatte die Friedenskerze 2020 mitgebracht, ein Teil der Aktion Wanderfriedenskerze, die es seit den Anschlägen des 11. September 2001 gibt. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Titel "Verbrannte Erde – Kriegsopfer Schöpfung".

"Was Christenmenschen verbindet, ist das Gebet für die Opfer", so Müller-Langsdorf. In 2020 geht es nicht um Menschen, sondern um die Teile der Schöpfung, die keine Stimme haben: Tiere und Pflanzen. "Auch sie leiden unter Kriegen", so die Friedenspfarrerin vom "Zentrum Oekumene".

Die Wanderfriedenskerze ist ein Hoffnungszeichen, das mit einem Gästebuch begleitet wird. Müller-Langsdorf sammelte die Fürbitten der Besucher aus der Martinskirche – für den Regenwald, die Blaumeise, Flüchtlinge, Menschen in Syrien, Israel und Palästina, Menschen, die durch nationalistische Ideen irregeleitet werden, jüdische Mitbürger, Kinder und Jugendliche, die Ökumene und für alle Menschen, denen Menschenrechte nicht zuerkannt werden. Auch der Wunsch nach mehr Liebe, Achtung und Toleranz untereinander wurde genannt.

Pfarrerin Tamara Schäfer begleitete das Friedensgebet mit Liedern an der Gitarre, bei denen auch die Gemeinde mitsingen durfte – darunter "Wo Menschen sich vergessen" und "Laudate omnes gentes" – Mund-Nasenschutz vorausgesetzt.

Diskussion: Corona und die Folgen

Im Anschluss an das Friedensgebet hatte der "Arbeitskreis Frieden", der am Nachmittag im Gemeindehaus getagt hatte, zu einer kleinen Diskussionsrunde "Die Welt nach Corona" eingeladen, die Kirchenvorsteher Dr. Wolfgang Thon moderierte. Dabei waren neben Müller-Langsdorf Pfarrer Ingo Schäfer von der Martinskirche und Pfarrer Carsten Röhr von der Auferstehungsgemeinde.

Schäfer sah die Solidarität der Menschen zu Beginn der Corona-Pandemie als sehr groß an, diese habe aber mit der Zeit abgenommen. "Mit der Solidarität war es aber vorbei, als der Urlaub anstand", so Schäfer. Plötzlich seien die Stimmen laut geworden, die ihre persönliche Freiheit eingeschränkt sähen. "Eine merkwürdige Freiheitsdebatte wurde laut. Das ist ein Alarmzeichen für Unfrieden in der Gesellschaft." Vergebung stehe am Anfang, um wieder Frieden zu schaffen. Dazu müsse man auch mit denjenigen ins Gespräch kommen, die vor dem Reichstagsgebäude demonstriert hatten. "Unser Freiheitsbegriff muss sich am Gegenüber messen lassen", so Schäfer.

Röhr benannte auch die Klimakatastrophe, die durch die Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt sei. "Die Kirche spricht von Schöpfung und will sie bewahren", sagte Röhr. Die Schöpfung zu retten sei nur gemeinsam möglich, denn "wenn die Schöpfung leidet, leiden alle mit", so Röhr.

Als Folge der Coronakrise sah Müller-Langsdorf viel Elend auf der Welt. Auch hier müsse man gemeinsam gegensteuern und mit den Menschen sprechen. "Wir müssen den Blick auf die Opfer richten und auch den Ursachen auf den Grund gehen", so Müller-Langsdorf.

Alle drei Redner waren sich darin einig, dass nur gemeinschaftliches Handeln Früchte tragen könne.

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