Einzelne Waldgebiete des Forstamtes Bad Hersfeld werden gekalkt

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Hubschrauberkalkung für die Wälder. Foto: Hessen-Forst/nh

Kompensationskalkungen im Kreis helfen der Natur. Mittels eines Hubschraubers wird der Waldboden genährt und die Nährstoffversorgugn unterstützt.

Bad Hersfeld. In den Wäldern des Forstamtes Bad Hersfeld werden seit 15. November wieder Waldkalkungen durchgeführt.Nachdem in den vergangenen Jahren überwiegend der Staatswald gekalkt wurde, wird nun in den beiden großen Kommunalwäldern eine Fläche von knapp 900 Hektar bearbeitet; dazu kommen noch circa 50 Hektar Interessentenwald.

Neben dem Wehneberg werden beim Stadtwald Bad Hersfeld auch das Hoherot, der Frauenberg, der Tageberg und der Obersberg gekalkt; beim Gemeindewald Ludwigsau wird neben den um Meckbach liegenden Teilen auch der an den Wehneberg anschließende Teil sowie der gesamte Besengrund, inklusive Interessentenwald Gerterode, bearbeitet.Dabei werden drei Tonnen kohlensauerer Magnesiumkalk je Hektar durch einen Helikopter ausgebracht. Diese sind notwendig da die Versauerung der Böden durch Luftschadstoffstoffe (zum Beispiel von KFZ-Abgasen) anhält.

Die Bodenschutzkalkung trägt bei Waldböden mit schwacher Nährstoffversorgung zu einer Stabilisierung bei. Die Kalkung hat das Ziel, die Säurewirkungen abzupuffern, die Speicherfähigkeit von Nährstoffen zu erhöhen, den Ernährungszustand und die Vitalität der Wälder zu verbessern sowie die Durchwurzelung und bodenwühlende Fauna, wie zum Beispiel Regenwürmer, zu fördern. Zudem wird durch die Kalkung das Grund- und Quellwasser vor Einträgen von Schwermetallen und Aluminium geschützt.

Durch den Ausbringungszeitraum und die körnige Materialbeschaffenheit wird eine Beeinträchtigung der Vegetation und der Tierwelt ausgeschlossen. Der Spezialkalk stammt aus einem Steinbruch in Meißner-Vockerode. Er ist hessenweit der einzige Betrieb, der von Natur aus die hohen Qualitätsanforderungen an die Nährstoffzusammensetzung, die vom Hessischen Landeslabor geprüft wird, erfüllen kann.Je nach Witterungsverlauf werden die Arbeiten circa vier Wochen dauern.

Wald nicht betreten

Während der Kalkungsarbeiten sollte der Wald in diesen Bereichen nicht betreten werden, da außer Hubschrauber und Radlader auch Lastzüge für die Kalkanfuhr unterwegs sind. Mit Behinderungen und Einschränkungen für die Waldbesucher muss daher in den jeweiligen Bereichen gerechnet werden.Das Forstamt Bad Hersfeld bittet die Bevölkerung um Verständnis für diese Maßnahmen und steht für Fragen unter der Rufnummer 06621/9400 zur Verfügung.

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