Ekaterina kommt nicht

Waldhessen. Straftter erschlieen sich im Internet stndig neue Mglichkeiten; auch Kontaktbrsen gehren zu ihren Akt

Waldhessen. Straftter erschlieen sich im Internet stndig neue Mglichkeiten; auch Kontaktbrsen gehren zu ihren Aktionsfeldern. Sogar einen speziellen Ausdruck gibt es dafr: Als Russian Bride Scam (englisch fr russische Brautmasche) wird die Abzocke von Kontaktsuchenden bezeichnet. Die Kriminellen schalten entweder selbst Kontaktanzeigen oder antworten auf entsprechende Annoncen.

Mail-Austausch

In intensivem Mail-Austausch wird dem Opfer sowohl Frauen als auch Mnner waren schon betroffen eine angebliche Liebe vorgespielt, die aber vor einem Problem steht: Da der potentielle Partner im Ausland wohnt, fallen vor einem Treffen zunchst Reisekosten an, wofr jedoch kein Geld da ist. Geschickt werden die Liebessuchenden berzeugt, doch bitte Geld ber einen Minutendienstleister zur Deckung dieser Unkosten zu verschicken, dann wrde einer gemeinsamen Zukunft nichts mehr im Wege stehen.

Was nach berweisung des Geldes passiert, ist klar weder von Geld noch dem neuen Partner wird das Opfer je wieder etwas hren. Auch ein Mann aus Bad Hersfeld fiel auf die Brautmasche herein, wie das ARD-Magazin [plusminus auf seiner Internetseite mitteilt. Um 3.000 Euro soll der gutglubige Waldhesse erleichtert worden sein.

Zitiert wird er mit den Worten: Was tut man nicht alles aus Liebe, in der Hoffnung, dass alles gut luft, dass alles ehrlich gemeint ist. Als Beweis ihrer Identitt lie sie mir eine Kopie ihres Personalausweises zukommen, wo fr mich sicher war, dass das alles korrekt ist. In einer anderen Variante wird dem Opfer vorgegaukelt, dass angeblich noch Geldmittel bei einem Freund oder einer Freundin in Deutschland vorhanden sind. Das Opfer soll lediglich bei der berweisung behilflich sein und Geld, das auf sein Konto berwiesen wird, per Minutendienstleister nach Osteuropa berweisen.

Schon mancher Romeo ist so unwissentlich zum Finanzagenten und damit zum Geldwscher geworden, denn die berwiesenen Betrge waren vorher vom Konto eines anderen Opfers abgephisht worden. Dieser Begriff ist ein englisches Wortspiel, das an das englische fishing, sprich angeln, anlehnt, und das Abgreifen von Passwrtern, beispielsweise fr Bankkonten, beschreibt.

Fishing-Aktionen

Wie das Polizeiprsidium Osthessen mitteilt, werden in Russland fr diese Fishing-Aktionen Wohnungen angemietet, in denen im Schichtbetrieb an mehreren Computern gearbeitet wird. Und diese Mittter werden eigens von Psychologen dafr geschult, das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. In einigen Fllen kam es sogar zu Treffen der Liebenden bei denen den Opfern dann allerdings EC- oder Kreditkarten gestohlen wurden.

Manchmal hilft schon eine Google-Suche nach dem Namen des potentiellen Partners: vor Ekaterina Derbeneva beispielsweise wird auf diversen Seiten gewarnt. Auch gibt es spezielle Seiten, die sich ganz diesem Thema gewidmet haben sowie Tipps zum Erkennen von Betrgern und Namens-Listen bieten (www.russian-scam.org oder www.anti-scam.org).

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