Emil und die Detektive, ein Musical mit Suchtpotenzial

"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.
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"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.
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"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.
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"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.
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"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.
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"Emil und die Detektive" auf der Bad Hersfelder Festspielbühne.

Das Familienstück „Emil und die Detektive“ reißt Festspielpublikum in Bad Hersfeld bei der Premiere von den Stühlen.

Bad Hersfeld - Das gab es noch nie: ein vollwertiges Musical als Familienstück bei den „Bad Hersfelder Festspielen“. „Emil und die Detektive“ nach dem Roman von Erich Kästner feierte am Sonntag die gelungene Premiere auf der Bühne der Stiftsruine. Die Musik stammt von Marc Schubring, der sich die Premiere nicht entgehen ließ und aus dem Zuschauerraum betrachtete, wie Regisseur Rainer Niermann und die 30 Darsteller sein Musical umgesetzt hatten.

Emil, der Junge aus Neustadt, reist zum ersten Mal alleine zur Großmutter nach Berlin. Im Zug wird er vom kinderhassenden Grundeis bestohlen. In Berlin angekommen helfen Emil viele Straßenkinder, den Dieb letztendlich gemeinsam hinter Gitter zu bringen. 1929 hatte Kästner den Roman geschrieben und genau in dieser Zeit ist das Musical angesiedelt – auch musikalisch.

Neben den versierten Schauspielern Mathias Schlung als sehr wandelbarer Erzähler, Kommissar im Columbo-Style oder Hotelportier mit französischer Attitüde, Tilo Keiner als hinterlistig-bösartiger Grundeis, Ute Reiber als Emils liebevolle Mutter, Annette Lubosch als leicht durchgeknallte Großmutter, Maximilian Wigger als einfältiger Dorfpolizist und Peter Englert als Wachtmeister Lurje stehen 24 Kinder und Jugendliche aus Bad Hersfeld und Umgebung auf der Bühne. Die Erwachsenen besetzen auch alle anderen kleinen Rollen, die im Libretto von Wolfgang Adenberg nötig sind.

"Parole Emil" als Ohrwurm

Der Ohrwurm der Aufführung ist unbestritten „Parole Emil“, das auch in der Applausmusik noch einmal erklingt. Doch auch weitere schmissige Songs und eine sehr ruhige Ballade sind enthalten. Neben dem Kinder-Ensemble, das singt und tanzt, sind auch die viele Solo-Rollen im Musical mit Kindern besetzt. Die Titelrolle des Emil übernimmt Paul Rümann. Er brilliert vor allem mit seinem Solo „Große Stadt“.

Weitere große Rollen haben Lara-Luisa Rühl (alternierend Diyar Ilhan) als Gustav/Gustinchen, Paula Gnewuch als Pony Hütchen sowie Mira Schäfer und Lara Hildebrand abwechselnd als Professor. In der Premiere meistern alle ihre Auftritte mit Bravour und bewegen sich selbstbewusst „wie die Großen“ auf der riesigen Bühne. Gleiches gilt für alle anderen Kinder-Darsteller, die das Musical singend, tanzend und schauspielernd oder als bewegliche Kulissen bereichern.

Das Bühnenbild von Peter Sommerer besteht zur Gänze aus Koffern und Schildern, die auch den jüngsten Zuschauern eine Hilfe geben, den Inhalt leicht nachvollziehen zu können. Die Koffer bilden auch für alle Szenen das Grundgerüst egal ob Hotel, Straßenbahn oder Zugabteil. In den Kostümen von Sandra Hauser nimmt das Ensemble die Zuschauer mit in die 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Lebendige Choreographien

Die musikalische Leitung hat Helgo Hahn, der die große Aufgabe hat, das live singende Ensemble mit der der Musik (leider aus der Konserve) zusammenzuhalten. Dies gelingt bei der Premiere ohne große Probleme. Gesanglich meistern alle Mitwirkenden die nicht immer einfachen Partien bewundernswert. Und auch tänzerisch bringt die Choreographie von Sabrina Stein viel Leben in das Musical.

„Emil und die Detektive“ in Bad Hersfeld ist ein Familienmusical, das auf ganzer Linie begeistert und das vor allem durch die grandiose Leistung der Kinder und deren Spielfreude getragen wird. Das gesamte Ensemble legt eine Leistung hin, die ihresgleichen an anderen deutschen Festspielorten suchen dürfte. Spontane stehende Ovationen, Jubel und langer Applaus waren ein untrügliches Zeichen dafür, dass „Emil und die Detektive“ bei den „Bad Hersfelder Festspielen“ das Publikum mitgerissen hat.

Weitere fünf Vorstellungen

Einmal gesehen, lädt das Stück dazu ein, sich gleich noch eine Karte zu kaufen, um das großartige Musical über Zusammenhalt, Gemeinschaft und den Sieg über das Böse gleich noch ein zweites Mal anzusehen.  „Parole Emil“, das durchaus das Zeug zum Ohrwurm des Festspiel-Sommers 2019 hat, heißt es insgesamt (leider nur noch) fünfmal.

Restkarten für die kommenden Aufführungen gibt es unter www.bad-hersfelder-festspiele.de sowie unter der Nummer 06621/640200.

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