Das Ende der Fuldabrücke Blankenheim?

Die Fotomontage der Stadt Bebra zeigt: Kein Fahrzeug mit einer Höhe von mehr als 2,20 Metern und einem Gewicht von mehr als drei Tonnen darf die Brücke passieren. 	Foto: nh
+
Die Fotomontage der Stadt Bebra zeigt: Kein Fahrzeug mit einer Höhe von mehr als 2,20 Metern und einem Gewicht von mehr als drei Tonnen darf die Brücke passieren. Foto: nh

Bebra. Zu viele zu schwere Fahrzeuge: Das könnte das Ende der Fuldabrücke Blankenheims bedeuten.

Bebra. Weil die Fuldabrücke in Blankenheim stark geschädigt ist und die derzeitige Tonnagenbegrenzung nicht beachtet wird, muss das Bauwerk demnächst mit einer Höhenbegrenzung versehen werden. Damit soll verhindert werden, dass die Brücke weiterhin von  viel zu schweren Fahrzeugen genutzt wird.

Mehrere Prüfungen durch den TÜV Rheinland ergaben dass die Brücke in ihrer Subs-tanz stark gefährdet ist. Die Prüfingenieure lassen derzeit nur die Überquerung von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von maximal drei Tonnen zu.Die derzeitige Beschilderung wird allerdings wenig beachtet. "Sowohl landwirtschaftliche Fahrzeuge als auch Lkw fahren einfach durch, obwohl sie viel schwerer sind als erlaubt", beklagt Bebras Bürgermeister Uwe Hassl.

Der Rathauschef kündigt an, die Brücke für den Schwerverkehr dicht zu machenm indem eine Höhenbegrenzung angebracht werde, die ein Befahren mit großen Fahrzeugen nicht zulasse.

Insbesondere für den landwirtschaftlichen Verkehr zieht dies Umwege über Mecklar und Meckbach beziehungsweise Weiterode nach sich. Alternativen dazu sieht Hassl nicht. "Wenn wir jetzt nicht handeln, muss die Brücke in absehbarer Zeit komplett gesperrt werden", befürchtet Hassl.

Durch eine Vollsperrung wären nicht nur Sportler und Besucher des Blankenheimer Sportlerheims gezwungen, den Weg über Weiterode oder Meckbach zu suchen, anstelle die die Brücke anzufahren. Auch die Anlieger, die direkt am Bahndamm  wohnen, müssten dann kilometerweite Umwege in Kauf nehmen. Nicht zuletzt wäre auch zahlreichen Radlern der direkte Weg in Richtung Bebra versperrt.

"Jeder der vorsätzlich eine Tonnagenlastüberschreitung der Brücke in Kauf nimmt muss sich bewusst sein, dass daraus zivilrechtliche Regressansprüche der Stadt Bebra möglich sein können", weiß der Jurist Hassl. "Natürlich  sind die Umwege für die Landwirte eine Zumutung. Eine Vollsperrung aber würde einen noch viel größeren Personenkreis treffen", folgert der Bürgermeister.

Uwe Hassl wird die genauen Kosten eines Neubaus ermitteln lassen und mögliche Alternativlösungen im Rahmen einer Bürgerinformation vorstellen. Vor falschen Versprechungen aber hütet  sich der Bürgermeister: "Wenn die ­Kosten auf dem Tisch liegen, hat die Stadtverordnetenversammlung das letzte Wort."

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Gäste-Bilanz des Jugendhofs in Rotenburg lässt sich sehen

Seit kurzem gibt es im Rotenburger Jugendhof ein neues Team, das nun an die positive Bilanz des ersten Halbjahres anknüpfen will.
Gäste-Bilanz des Jugendhofs in Rotenburg lässt sich sehen

Stadt Rotenburg und E.ON Mitte setzen bewährte Partnerschaft fort

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg und die E.ON Mitte AG setzen ihre bewährte Partnerschaft fort: Das insgesamt 160 Kilometer lange Stromversorgungsnetz
Stadt Rotenburg und E.ON Mitte setzen bewährte Partnerschaft fort

Gemeinde Niederaula ruft zum „Sauberhaften Frühjahrsputz“ auf

Niederaula. Im vergangenen Jahr beteiligte sich die Marktgemeinde Niederaula bereits erfolgreich an dem Städtewettbewerb Hessens Sauberhafte Stadt de
Gemeinde Niederaula ruft zum „Sauberhaften Frühjahrsputz“ auf

Zu Besuch bei Hünfelder Bundespolizei: Kinder aus Weißrussland

Auch 26 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl leiden viele Menschen aus den umliegenden Regionen unter den Folgen des Reaktorunfalls.Am gestr
Zu Besuch bei Hünfelder Bundespolizei: Kinder aus Weißrussland

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.