Entscheidung nur schwer nachvollziehbar

Zur Entlassung von Christian Klar: Menschlich halte ich die Haftentlassung eines Mrders stets fr ungerecht ein Gastk

Zur Entlassung von Christian Klar: Menschlich halte ich die Haftentlassung eines Mrders stets fr ungerecht ein Gastkommentar des Bebraer Rechtsanwalts Jochen Paulus

Am 3. Januar 2009 wird Christian Klar als eine der fhrenden Figuren der zweiten Generation der RAF nach 26 Jahren Haft auf Bewhrung entlassen, obwohl er wegen neunfachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde und die Richter die besondere Schwere der Schuld feststellten.

Klar war unter anderem an den brutalen Morden am frheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback und dem Bankier Jrgen Ponto beteiligt.

Die Entscheidung der zustndigen Richter fllt in eine Zeit, in der eine heftige Diskussion ber den Film Der Baader-Meinhof-Komplex gefhrt wird. Kritiker werfen diesem Film vor, er glorifiziere die Tter und verhhne die Opfer. Genau mit dieser Begrndung gab der Co-Pilot der unter Beteiligung der RAF 1977 entfhrten Linienmaschine Landshut, Jrgen Vietor, sein Bundesverdienstkreuz zurck.

Aus menschlicher Sicht ist die Entscheidung des Oberlandesgerichts Stuttgart nur schwer nachzuvollziehen. Denn bis heute hat sich Klar nicht von den grausamen Verbrechen der RAF distanziert. Die Angehrigen der Toten leiden nach wie vor unter den schrecklichen Taten.

Bei der Prfung der Voraussetzungen der vorzeitigen Haftentlassung eines Mrders geht es jedoch ausschlielich um die Frage, ob der Verurteilte knftig weitere schwere Straftaten begehen wird. Dies ist nach Meinung der Sachverstndigen bei Christian Klar nicht der Fall.

Ich hoffe und wnsche mir im Sinne der Angehrigen der Toten zutiefst, dass die Sachverstndigen Recht behalten werden.

Rein menschlich halte ich die Haftentlassung eines Mrders stets fr ungerecht. Denn der Tter wird ins Leben entlassen, whrend die Angehrigen der Opfer weiter leiden mssen.

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