So entwickelt sich die Jugend durch die neuen Medien

Die Moderatoren der Veranstaltung der OloV-Initiative klären über die Kommunikation durch neue Medien auf. Foto: nh

Die OloV-Veranstaltung klärte über die Entwicklung durch neue Medien auf - das Denken von jungen Menschen stand dabei im Fokus der Veranstaltung

Bad Hersfeld. Wie denken junge Menschen heute und wie hat sich die Kommunikation durch die neuen Medien verändert? Diese Fragen standen im Fokus einer Veranstaltung der OloV-Initiative im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. OloV ist die Abkürzung für die hessenweite Strategie zur “Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf.“ Mehr als 90 Akteure des lokalen Ausbildungsmarktes – darunter zahlreiche Kammervertreter, Lehrkräfte, JobCoaches, Berufseinstiegsbegleitungen, Ausbildende, Personalverantwortliche, Berufsberater und Arbeitsvermittler – setzten sich im Rahmen der 11. Ausbildungsmesse kürzlich im Audimax der Obersbergschulen mit diesem Thema auseinander. Aufgrund des drohenden Fachkräftemangels, des anstehenden Wechsels der Generationen in der Betriebsführung und der raschen technischen Entwicklung, wird die Fachkräftesicherung in der Region in den nächsten Jahren immer mehr an Brisanz gewinnen. In seiner Begrüßungsrede beleuchtete Hans Wilhelm Saal, OloV-Regionalkoordinator und Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg, die verschiedenen Generationen, die im Rahmen der Ausbildung aufeinander treffen und die möglichen Konflikte, die dadurch entstehen können. Zum Einstieg mutmaßte das Publikum, dass die heutigen Jugendlichen unter anderem immer erreichbar, herausfordernd und bequem sind- aber vor allem auch, dass sie so sind, wie „wir“ sie gemacht haben. Das alle Akteure schon heute im Umgang mit der Generation „Z“ vor großen Herausforderungen stehen und neue Strategien für die Zukunft entwickeln müssen, verdeutlichte Peter Holnick vom MUK (Institut für Medienpädagogik und Kommunikation) eindrücklich in seinem Vortrag „Wie sind die denn drauf?“. In einer ausgedehnteren Jugendphase, die immer früher beginnt und vom „on-sein“ dominiert wird, fehlten den Jugendlichen von heute – so seine These – konkrete Abenteuer, das Risiko und Krisen, um daran wachsen zu können. Da Eltern heute eher Freunde und Beschützer ihrer Kinder sind, ermöglicht nur das Eintauchen in die virtuelle Welt den Abgrenzungsprozess. Die Haltung würde heute ebenfalls über die Unterhaltungsindustrie vermittelt werden. Er betonte das Sicherheitsstreben und die Suche nach Sinn und Visionen der Jugendlichen. Diese Anliegen und eine stete Kommunikation auf Augenhöhe seien die Schlüssel zu allen Lösungsansätzen. Im Anschluss stellten Christian Heumüller (Bickhardt Bau), Erik Meier (Elektro Hess) und Mike Lindemann (ACO Passavant) ihre Konzepte der Azubigewinnung und die Veränderungen in der Ausbildung in ihren Unternehmen dar und gaben den Zuhörern dadurch neue Impulse. Dabei nannten sie Best-Practice Beispiele aus ihren Unternehmen und betonten, dass sie mittlerweile auch auf neue Medien wie „You Tube“ und andere Social Media zurückgreifen sowie das jährlich erscheinende Ausbildungs-Navi gerne nutzen würden. Zum Abschluss der Veranstaltung fasste die Moderatorin Monika von Brasch (INBAS GmbH) zusammen, dass die Notwendigkeit, die Jugendlichen in der virtuellen Welt abzuholen zu müssen, mittlerweile bei vielen Betrieben angekommen sei.

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