RP erteilt K+S die Versenkerlaubnis noch bis 2015... und sagt warum...

Regierungspraesident Dr. Walter Luebcke kommt nach Bad Hersfeld. Foto: Archiv
+
Regierungspraesident Dr. Walter Luebcke kommt nach Bad Hersfeld. Foto: Archiv

Kassel/Waldhessen. Unter strengen Auflagen und mit großen Einschränkungen hat das Regierungspräsidium Kassel der K+S Kali GmbH erneut die Genehmigu

Kassel/Waldhessen. Unter strengen Auflagen und mit großen Einschränkungen hat das Regierungspräsidium Kassel der K+S Kali GmbH erneut die Genehmigung zur Versenkung salzhaltiger Abwässer in den Untergrund erteilt. Die neue Erlaubnis gestattet die Versenkung noch bis zum 30. November 2015 in einem Umfang von insgesamt maximal 18,4 Millionen Kubikmetern. Mit seiner Entscheidung bleibt das Regierungspräsidium Kassel weit hinter dem vom Unternehmen beantragten Versenkzeitraum von zehn Jahren und der beantragten Versenkmenge von insgesamt 46 Millionen Kubikmetern zurück. Die bisherige Versenkgenehmigung läuft am 30. November dieses Jahres aus.

"Wir stehen mit unseren Entscheidungen in diesem Verfahren einmal mehr zwischen den Belangen der Umwelt einerseits und den Arbeitsplätzen in der Region andererseits", sagte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke bei der Bekanntgabe der Entscheidung. "Und wir haben eine Entscheidung getroffen, die wir gegenüber der Umwelt vertreten können und die der K+S Kali GmbH die Möglichkeit gibt, innerhalb des zugesagten Zeitrahmens tragfähige Lösungen für Reduzierung (Umsetzung des 360-Mio-Euro-Maßnahmenpakets) und Entsorgung der Salzabwässer zu schaffen."

Das RP sieht eine tragfähige Lösung der Entsorgung im Bau einer Fernleitung

Nicht nur die Dauer der Erlaubnis ist mit der Frist bis Ende November 2015 eng begrenzt, auch die jährlichen Versenkmengen sind stark beschränkt. So dürfen in den beiden ersten Jahren des Erlaubniszeitraums, also bis Ende November 2013 jährlich maximal 6 Millionen Kubikmeter versenkt werden und in den beiden Folgejahren jeweils 4,5 Millionen Kubikmeter Damit wird der schrittweisen Umsetzung des 360 Mio. Maßnahmenprogrammes Rechnung getragen. Sollten sich Verzögerungen ergeben, geht dies zu Lasten von K+S.

Die zentralen Auflagen für die Erlaubnis bestehen in einer umfassenden Überwachung der Versenkbohrungen und in ständigen kontinuierlichen Analysen. Wöchentlich, monatlich und vierteljährlich sind die Ergebnisse der jeweils unterschiedlichen Analysen der Umweltbehörde dem RP mitzuteilen. Der detaillierte Mess- und Beobachtungsplan, den die Erlaubnis verbindlich vorschreibt, legt unter anderem die Anzahl, Termine und Art der Kontrollbohrungen fest. Und: Das Regierungspräsidium kann die Versenkerlaubnis jederzeit widerrufen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Frau von Lkw überrollt
Hersfeld-Rotenburg

Frau von Lkw überrollt

Tödlicher Unfall in der Dippelstraße
Frau von Lkw überrollt
„Das macht einfach Laune” - Musiker Joey Kelly im exklusiven Interview - mit Meet & Greet-Verlosung
Hersfeld-Rotenburg

„Das macht einfach Laune” - Musiker Joey Kelly im exklusiven Interview - mit Meet & Greet-Verlosung

Im Kreisanzeiger-Interview: Joey Kelly über den Kelly-Auftritt beim Hessentag, Sport und die Region
„Das macht einfach Laune” - Musiker Joey Kelly im exklusiven Interview - mit Meet & Greet-Verlosung
Verzweifelte Suche
Hersfeld-Rotenburg

Verzweifelte Suche

Waldhessen. Ihr passierte das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann: Marina Martins Tochter Alexandra wurde vom eigenen Vater entführt.
Verzweifelte Suche
Nächster Kandidat für Heringen: Daniel Iliev tritt zur Wahl an
Hersfeld-Rotenburg

Nächster Kandidat für Heringen: Daniel Iliev tritt zur Wahl an

Jung und mutig: Der 31-Jährige, der bei der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag angestellt ist, will Heringens Rathauschef werden.
Nächster Kandidat für Heringen: Daniel Iliev tritt zur Wahl an

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.