EXTRA TIP-Volontäre besuchen K+S Schachtanlage in Hera

Von KRISTINA BRUTIGAMund THOMAS LANGE Philippsthal. Tief runter ging es fr neun Volontre der EXTRA TIP-Mediengruppe am Mittwoch. 750

Von KRISTINA BRUTIGAMund THOMAS LANGE

Philippsthal. Tief runter ging es fr neun Volontre der EXTRA TIP-Mediengruppe am Mittwoch. 750 Meter unter der Erdoberflche hatten die Redakteurs-Anwrter und Chefredakteur Rainer Hahne die einmalige Chance, die Schachtanlage Hera am Werk Werra zu besichtigen.

Stollensystem von der Gre Mnchens

Das aus den Standorten Wintershall, Unterbreizbach und Hattorf bestehende Verbundswerk der Kali und Salz GmbH ist eines der grten Bergwerke der Welt. Bezogen auf die Ausdehnung der Grubenfelder und die Frderleistung ist das Werk Werra das grte Kaliwerk der Welt: Das gesamte Revier umfasst etwa 1000 Quadratkilometer eine Flche so gro wie das Stadtgebiet Mnchen. Hier werden jhrlich rund 21 Millionen Tonnen kali- und magnesiumhaltige Rohsalze abgebaut und zu Tage gefrdert.

Wie das geschieht, davon konnten sich die Volontre selbst ein Bild machen. Natrlich stilecht ausgerstet mit Helm, Kopflampe und Selbstretter, der den Bergmann im Ernstfall bis zu 50 Minuten mit Sauerstoff versorgt. Mit dem Frderkorb, der mit 40 Stundenkilometern durch den Schacht rauscht, dauert die Reise in 750 Meter Tiefe nur gut eine Minute. Dann beginnt die Autofahrt ber harte Salzpisten durch das weit verzweigte Revier. Mit etwa 50 Kilometern pro Stunde fhrt die Gruppe durch das Dunkel der bis zu 16 Meter breiten, glitzernden Salztunnel.

Uwe Handke, Mitarbeiter der Einheit Kommunikation und Medien bei K+S, und Martin Wohlfahrt, Grubenwirtschafts-Ingenieur, informieren die Volontre ber den Salzabbau, zeigen Firstanker und Sprenglochbohrwagen und einen elektogetriebenen Radlader, dessen riesige Schaufel das Rohsalz nach einer Sprengung zu einer der Kippstellen bringt. Hier werden die Gesteinsbrocken binnen zwei Minuten in einem Brecher zermalmt, bevor sie eine Bandanlage zum Schacht oder Bunker transportiert.

Pro Mann und Schicht laufen im Werra-Revier 220 Tonnen Rohsalz ber die Transportbnder, aus dem spter Dngemittel fr die Landwirtschaft, Einsatzstoffe fr Industrie und Auftaumittel fr den Winterdienst gefertigt werden. Im Anschluss an die gut zweistndige Bergbau-Tour referierte Dr. Wolfgang Kellerer, Leiter Kaliumsulfat- und Kieseritbetrieb, zum Thema Gewsserschutz. Noch immer halten sich Gerchte um Schaumkronen auf der Werra durch die Versenkung von Salzwasser.

Umweltschutz Grenzwerte nicht berschritten

Ein Vorwurf, den Dr. Kellerer zu entkrftigen wei: Seit 2000 ist der Grenzwert von 2.500 Miligramm Chlorid pro Liter Wasser nicht mehr berschritten worden. 360 Millionen Euro investiert K+S in ein umfangreiches Manahmenpaket zum Gewsserschutz, um das anfallende Salzwasser bis 2015 schrittweise zu reduzieren. Erklrtes Ziel ist es, Soziales, kologie und konomie in Einklang bringen, so Uwe Handke, der sich gegen die Vorwrfe der Umweltschtzer wehrt: Die Umweltbelastung ist nicht wegzudiskutieren. Aber wir mssen dngen, um die Menschheit ernhren zu knnen. Ein Kompromiss, den jeder fr sich persnlich in Einklang bringen msse.

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