K+S fährt Produktion herunter - Zwangsurlaub für Mitarbeiter

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Durch die begrenzten Entsorgungsmöglichkeiten ab Dezember fährt K+S seine Produktion herunter und schließt die Werke Hattorf und Unterbreitzbach.

Philippsthal.Düngemittelhersteller K+S wird seine Produktion an den Standorten Hattorf und Unterbreitzbach (Wartburgkreis) ab dem 1. Dezember wohl vorübergehend aussetzen. Dies teilte das Unternehmen am heutigen Freitagvormittag mit. Aufgrund der fortdauernden Prüfung des Versenkantrages werde K+S aus heutiger Sicht als einziger Entsorgungsweg für die Salzabwässer des Werkes Werra die Einleitung in die Werra zur Verfügung stehen.

"Vor dem Hintergrund der derzeitigen Wasserführung der Werra und der damit eingeschränkten Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung wird eine Vollauslastung aller Standorte des Werkes Werra ab Dezember nicht möglich sein", heißt es in einer Pressemitteilung. Das Regierungspräsidium Kassel arbeitet derzeit an einer Übergangslösung, die nach eingehender fachlicher Prüfung eine Fortsetzung der Versenkung in wenigen Wochen ermöglichen könnte. Regierungspräsident Walter Lübcke kündigte jedoch Mitte der Woche an, dass die zu treffende Entscheidung noch auf sich warten lassen werden.

Um die Zeit bis zu einer Entscheidung des RP über eine Übergangsregelung für die Versenkung zu überbrücken, haben sich Werksleitung und Belegschaftsvertretung darauf verständigt, dass die rund 1.750 betroffenen Mitarbeiter ihre Arbeitszeitkonten und Resturlaub abbauen. K+S rechnee nur in Einzelfällen mit Auswirkungen auf die Belieferung der Kunden.

K+S durfte bisher jedes Jahr 4,5 Millionen Kubikmeter Lauge im Untergrund versenken. Künftig will das Regierungspräsidium die Menge auf bis zu zwei Millionen reduzieren.

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