Fehling bedauert Missklang bei Festspielpremiere

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Bürgermeister Thomas Fehling.

Eine Stellungnahme von Bürgermeister Thomas Fehling zu seinen Äußerungen am Rand der Festspielpremiere

Bad Hersfeld. Zum Ende des Premierentages der Bad Hersfelder Festspiele hatte sich Bürgermeister Thomas Fehling sehr intensiv gegenüber einigen Mitarbeitern geäußert. Dieser Vorgang wurde auch von Gästen wahrgenommen. Hierzu erklärt der Bürgermeister:

„Ich habe mit meiner Reaktion einen Fehler begangen. Mein Verhalten war nicht akzeptabel, denn es war weder der richtige Zeitpunkt, noch der richtige Ort, noch der richtige Ton und ich hätte meine Kritik nicht vor Gästen ausdrücken dürfen. Ich bitte alle Betroffenen (Mitarbeiter und Gäste) um Entschuldigung.

Aus meiner Sicht hatte sich über den ganzen Premierentag eine Kette von Fehlern und Pannen an den verschiedensten Stellen hingezogen, die am Ende zu meiner Verärgerung führten.

Ich weiß, dass das Team bei den Festspielen grundsätzlich sehr gute Arbeit leistet. Möglicherweise hatten sich, durch die besonders hohe Arbeitsbelastung in diesem Jahr und die kurze Übergangszeit vom Hessentag zur Festspielsaison, einige Schwachstellen am Premierentag eingeschlichen, von denen jede einzelne erklärbar und von geringer Bedeutung war. Viele der identifizierten Schwachstellen wurden glücklicherweise von den Gästen gar nicht wahrgenommen, einige aber eben doch.

Für mich ist der Anspruch, dass die Bad Hersfelder Festspiele in Deutschland zu den führenden Freilichttheatern gehört. Anders ausdrückt, dass wir in der Bundesliga um die Meisterschaft spielen. Nur so können wir den überregionalen Anspruch eines kulturellen Leuchtturms und damit auch die hohen Förderungen durch Bund und Land zukünftig sicherstellen. Ein solcher Anspruch erfordert permanent hohe Qualität und kontinuierliche Weiterentwicklung aller Bausteine und Prozesse der Festspiele.

Über diesen Themenkreis habe ich in der Zwischenzeit mit den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gespräche geführt, weitere Teamsitzungen werden folgen. Und dieses interne Vorgehen zur Umsetzung von Verbesserungsmöglichkeiten wäre, wie in den Vorjahren, auch diesmal der richtige Weg gewesen.

Meinen eigenen Anspruch, möglichst das Beste für die Festspiele zu erreichen, habe ich am Premierentag bedauerlicherweise für einen kurzen Moment selbst nicht erfüllt. Das muss ich selbstkritisch anerkennen. Eine gewisse Gelassenheit und Toleranz in der Situation wäre sicher angemessen gewesen - und hätte den ansonsten guten Verlauf der diesjährigen Festspielsaison nicht mit einem unnötigen Missklang begleitet.“

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