Fehling stellt sich Fragen der Asylbewerber

Edgar Stoibe, Nadia Regina Hamoui und Hamit Tas kümmern sich einmal die Woche um Asylbewerber im Jugendzentrum. Bürgermeister Thomas Fehling beantwortete die Fragen der Anwesenden. 	Foto: Kolb
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Edgar Stoibe, Nadia Regina Hamoui und Hamit Tas kümmern sich einmal die Woche um Asylbewerber im Jugendzentrum. Bürgermeister Thomas Fehling beantwortete die Fragen der Anwesenden. Foto: Kolb

Viele Fragen und nicht immer zufrieden stellende Antworten gab es am Dienstag im Jugendzentrum.

Bad Hersfeld. "Es ist entscheidend, ob sich jemand engagiert, nicht, woher er kommt", sagte Bürgermeister Thomas Fehling unter anderem bei seinem Besuch im Jugendzentrum am Dienstag, 22. November. Fehling nahm sich Zeit, um Fragen der Asylbewerber zu beantworten. Häufig wurde jedoch nach Umständen gefragt, die Fehling nicht beantworten konnte. Darunter die Frage, wieso ein Realschulabschluss mit folgendem Abitur notwendig sei, um zu studieren, wenn die Schülerin doch schon 18 Jahre alt wäre. Dies fällt jedoch unter Bildungspolitik und wird nicht von der Stadt, sondern vom Landkreis entschieden. Bei Themen, bei denen die Stadt helfen kann, bietet Fehling seine Unterstützung an.

Als Beispiel nennt er fehlende Räumlichkeiten. Beim Personal sieht es jedoch schlecht aus. Besonders an Erziehern und Deutschlehrern fehle es. Trotzdem will das Jugendzentrum versuchen, einen zweiten Deutschkurs pro Woche anzubieten, um den Fortschritt der Teilnehmer weiter voranzutreiben. Viele der Fragen wurden sogar schon in Deutsch gestellt. Nur wenige mussten von Nadia Regina Hamoui übersetzt werden, die Deutsch für Anfänger anbietet. Oft seien die fehlenden Deutschkenntnisse ein Problem, da sich die Vermieter mit den Mietern direkt unterhalten wollen. "Internationale Kontakte waren in Bad Hersfeld lange Zeit unüblich. Erst durch die Ansiedlung von Amazon hat sich dies geändert", erklärt Fehling. "Hemmschwellen müssen erst abgebaut werden."

Neben Wohnungen fehle es an Kita-Plätzen. Fehling vertröstet die Anwesenden, dass so etwas Zeit braucht und nur Stück für Stück vorangetrieben werden kann. Bis dahin sollen sich die Asylbewerber bei Sporttagen und anderen Events einbringen.

Es fällt auch die Frage nach dem wichtigsten Projekt, das Fehling in seiner Amtszeit umsetzen will. "Es ist mein Ziel, Bad Hersfeld zu einem Ort des Wohlfühlens zu gestalten, mit allem, was dazu gehört. Jeder Bürger soll sich sicher fühlen, egal ob er daheim ist oder sich zu jeder Uhrzeit draußen bewegt", erwidert Fehling.

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