Festakt zur Eröffnung der 66. Bad Hersfelder Festspiele

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Gastredner Boris Rhein sagt Bad Hersfeld weiterhin Unterstützung der Landesregierung zu.

Bad Hersfeld. Feierlich wie in jedem Jahr wurden die Festspiele vor der Premiere mit einem Festakt in der Stiftsruine eröffnet. Für den musikalischen Auftakt sorgte Gaststar Jasmin Tabatabai, die eine Rolle im Premierenstück spielt, allerdings ausschließlich per Video eingespielt wird. Zum Festakt stand sie als ebenso talentierte Sängerin mit ihrer Band auf der Bühne, die unter anderem die aus ihrem Kultfilm "Bandits" bekannten Lieder "Catch me" und "Puppet" präsentierte.

Bürgermeister Thomas Fehling begrüßte die Gäste in der Stiftsruine zu einer Premiere von "beklemmender Aktualität". Denn Hexenjagden gebe es auch heute noch – aus der Anonymität des Internets heraus mehr als zuvor. Auch die Angst mit der sich immer schneller verändernden Gesellschaft nicht Schritt halten zu können, sorge bei vielen Menschen für Beunruhigung."Wir dürfen niemanden rat- und hilflos zurücklassen", fordert er und verwies auf die Notwendigkeit von Bildungsangeboten.Sehr erfreut  zeigte sich Fehling über die gesteigerte Aufmerksamkeit, die die Festspiele im Vorfeld hervorgerufen haben. Auch habe die Landesregierung die klare Erwartung, formuliert, dass die Festspiele die Bedeutung zurückerlangen, die sie zu Beginn hatten.

Vor Ort gibt es damit traditionell keine Probleme, wie Intendant Dieter Wedel freudig erklärte: "Wäre Bad Hersfeld so groß wie die Begeisterung der Hersfelder, würde es längst zu den Großstädten in Deutschland gehören." Auch dankte er dem Publikum im Voraus – immerhin sind in diesem Jahr soviele Tickets wie nie zuvor schon vor Beginn der Spielzeit verkauft worden. Zum Stück erklärte er, er halte nichts davon, alles abzulehnen, was beim breiten Publikum ankomme: "Gegen das Publikum geht es auf Dauer nicht." Er wolle sein Publikum aber nicht nur unterhalten, sondern auch ein wenig fordern.

Als Gastredner war Kulturminister Boris Rhein geladen. Er unterstrich die Entscheidung der Landesregierung für die "Marke" Bad Hersfelder Festspiele – und hatte zur Bekräftigung auch gleich den aktuellen Förderbescheid dabei. Auch er lobte die "bedrückende Aktualität" des Stücks: Er selbst sei ein Freund des offenen Wortes, aber für Bedrohungen und Beschimpfungen aus der Anonymität heraus, wie dies im Internet mittlerweile üblich sei, habe er kein Verständnis.Wie immer wurden anschließend die Festspiele mit der ersten Festspiel-Fanfare offiziell eröffnet.

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