Festspiel-Proben: Petri & Co. in Bad Hersfeld

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Am Mittwoch fand die erste Probelesung zu "Der zerbrochene Krug" statt, die von Ex-Intendant Holk Freytag inszeniert wird - mit Bildergalerie!

Bad Hersfeld.Mit Spannung erwartet wurde die gemeinsame Vorstellung des Stücks "Der zerbrochne Krug" von Intendant Dieter Wedel und Regisseur Holk Freytag. Und die Vergangenheit, das stellten beide klar, sollte jetzt ruhen gelassen werden. "Am Ende muss es nicht um Personen gehen, sondern darum, diese wunderbare Spielstätte zu erhalten", sagte Wedel, und Holk Freytag schloss sich dem an. Die Konstellation, dass Freytag nun unter Wedel als Regisseur tätig ist, sei für beide unproblematisch, versicherten sie, im Gegenteil, beide hegten großen Respekt vor dem Werk des jeweils anderen.

Freytag lobte das Stück als "großes Wunderwerk der deutschen Sprache" und erklärte, obwohl es eigentlich ein kammerstück sei, beinhalte es auf enger Ebene alle großen Themen der Weltliteratur.Er selbst hat zu dem Stück eine ganz besondere Beziehung, spielt es doch am Niederrhein, wo auch er selbst lebt. Die Mentalität der Menschen ist ihm also vertraut. Um diesen Bezug herzustellen, wird das Bühnenbild der typischen niederrheinischen Landschaft nachempfunden, in dem die Spielfläche auf einem kleinen Podest hervorgehoben wird.Zur Besetzung hatte Freytag einige Anmerkungen: So spielt Stephan Schad als Dorfrichter Adam wiederum eine Rolle, die sonst eher mit älteren Schauspielern besetzt wird – was den amourösen Abenteuern der Figur mehr Brisanz verleiht: "Er ist Mitte 40, sieht gut aus und hat Kraft. Das ist spannender, als ein alter Mann, der ohnehin keine Chance bei Eve hätte", so Freytag.

Auch die ungewöhnliche Besetzung des Gerichtsrats mit der Schauspielerin Nina Petri fügt laut Freytag der Beziehung zwischen den beiden Hauptcharakteren noch einen zusätzlichen reibungspunkt hinzu, denn trotz Fortschritten in der Gleichberechtigung "bricht für manchen eine Welt zusammen, wenn eine Frau in den Aufsichtsrat kommt." Daneben gebe es aber auch einen ganz praktischen Grund für die Besetzungen: "Die Konstellation muss einfach passen" – und das sei bei Schad und Petri der Fall.

Auch sonst ist das Stück mit zahlreichen bekannten Festspiel-Stars hochkarätig besetzt: Marie Therese Futterknecht, Andrea Cleven, Markus Gertken, Nikolaus Kinsky und Hans-Christian Seeger sind dem Hersfelder Publikum bereits bekannt, hinzu kommen Viola von der Burg und die Zwillinge Laura und Lisa Quarg, die ihm letzten Jahr in "Don Quijote" brillierten.

Abschließend versprach Freytag den Zuschauern "den witzigsten Kleist, den Sie je gesehen haben."

Hier finden Sie die Fotos davon:

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