Festspiel-Star Lara Mandoki im Strandkorbgeplauder

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Lara Mandoki verletzte sich kurz vor der Premiere am Fuß: „Notfalls hätte ich die Rolle auch im Rollstuhl gespielt“

Bad Hersfeld. Sie ist jung, sie ist hübsch und sie hat jede Menge Talent – Lara Mandoki spielt derzeit in Bad ­Hersfeld die Rolle der ­Maisha. Ein "Mädchen der Freude". Oder, wie sie selbst lachend sagt, "eine Puffmutter die humpelt". Und das ­Humpeln, dass muss sie ­nichtmal spielen. ­Lara knickte auf dem Weg zu den Proben für Dieter Wedels "Komödie der Irrungen" nämlich böse um. Diagnose: An­gerissene Bänder. Dennoch kam eine Umbesetzung für das Energiebündel nicht in Frage. "Der Mensch ist zum Glück sehr ­leidensfähig – notfalls hätte ich die Rolle auch im Rollstuhl gespielt."

Auf der Bühne und im TV

Das Lara Mandoki Schau­spielerin werden wollte, stand für die gebürtige Münchnerin schon früh fest. "Im Kindergarten sollten wir malen, was wir später einmal werden ­wollen", so die 24-Jährige und weiter: "Ich habe mich auf ­einer ­Bühne gemalt." Ziel erreicht – und nicht nur das: Auch im Fernsehen ist ­Lara Mandoki kein unbe­kanntes Gesicht mehr. Durch den ZDF-Film "Die Holz­baronin" und ihre Rolle in der ARD-­Telenovela "Sturm der Liebe" sahen Millionen ­Deutsche die junge Schau­spielerin.

"Die Ruine ist Wahnsinn"

Ob Film, Serie oder Bühne – ­alles sei unterschiedlich, doch was wirklich schöner ist, ­könne sie nicht genau sagen.Besonders toll sei es aber ­immer, vor Live-Publikum aufzutreten: "Es ist besonders schön in Bad Hersfeld zu ­spielen, denn die Zuschauer hier suchen keine Fehler. Sie wollen uns Siegen sehen", so die 24-Jährige. Und auch über die Stiftsruine selbst verliert sie nur positive Worte. "Die Ruine ist der Wahnsinn. Spielt man dort, hat man einfach ein er­habenes Gefühl."

Bei der Premiere war nicht nur Laras Familie, wie ihr ­Vater – der Kult­produzent Leslie Mandoki ("Dschingis Khan") – vor Ort, sondern auch ihre große Liebe. "Mein Freund kam extra aus Berlin nach Bad Hersfeld", verrät Lara. Zwar sei es nicht immer leicht eine Beziehung zu führen, da man als Schauspielerin viel reisen müsse, doch sie habe den perfekten Partner ge­funden. "Und das ist einfach wunderschön."

"Ich liebe mein Ensemble"

In Bad Hersfeld steht Lara Mandoki noch bis 2. August auf der Bühne der Stiftsruine. Zusammen mit Darstellern wie Heinz Hoenig, Mathieu Carrière, Sonja Kirchberger und Cosma Shiva Hagen."Und ich liebe mein ­Ensemble", sagt Lara Man­doki knapp. "Es ist eine ­schöne Reise, die wir alle gemeinsam gehen."Mit Intendant Dieter ­Wedel arbeitet sie zum ersten Mal zusammen. "Man lernt sehr viel von ihm. Er ist ohne Wenn und Aber ein unheimlich ­be­gnadetet Regisseur."Seit 20. April ist Bad Hersfeld Laras Zuhause auf Zeit. "Und es gefällt mir sehr gut. Zuerst dachte ich: Ohje, Kleinstadt. Aber die Menschen hier sind so unfassbar herzlich und haben mich so lieb aufgenommen, da kann man gar nicht anders als sein Herz zu verschenken."

Viele Facetten

Ob nun im Zweiten bei Rosamunde ­Pilcher, als gepiercte Russin im Kino oder eben als ­Freudenmädchen in Bad Hersfeld – Lara Mandoki zeigt gerne, wieviele Facetten in ihr stecken.Wie die Karriere der talen­tierten Jungschauspielerin weiter geht, steht auch schon fest. "Als nächstes drehe ich zwei ­Sachen für das ZDF. Und dann. Mal sehen was kommt." Wir sind sicher: Von Lara Mandoki darf man noch ­Einiges erwarten.

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