Tolle Bilanz der Festspiele 2017

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Bürgereister Thomas Fehling (li.) und Intendant Dieter Wedel freuen sich über eine gelungene Festspiel-Saison.

Über 100.000 Besucher und ausgebuchte Stücke:  Wedel und Fehling zufrieden mit Saison 2017

Bad Hersfeld. Eine sehr erfolgreiche Festspiel-Saison geht zu Ende. Die erste Bilanz der Spielzeit fiel dementsprechend positiv aus: So konnte die „magische“ Marke von 100.000 Besuchern in diesem Jahr geknackt werden und viele Vorstellungen waren fast zu 100 Prozent ausgebucht.

„Exzellente Stücke mit tollen Schauspielern – das war eine Saison, die uns gut getan hat“, freute sich Bürgermeister Thomas Fehling in einem ersten Fazit. Intendant Dieter Wedel zog wehmütig Bilanz aus einer Saison, die auch viel Anspannung für ihn bedeutet hatte. Sehr erleichtert war er über den großen Erfolg seines Titelstücks „Martin Luther – Der Anschlag“, wofür er sich auch bei der Presse für die wohlwollende Berichterstattung bedankte. Das Stück war mit 29.587 Besuchern fast vollständig ausverkauft, wohingegen sich negative Reaktionen angesichts der wenig schmeichelhaften Darstellung des Reformators in Grenzen hielten. Besonders in Erinnerung geblieben ist Wedel eine Begebenheit aus der diesjährigen Saison: Als eine Aufführung wegen heftigen Regens abgebrochen werden musste, stürmten Schauspieler und Kleindarsteller die Intendanz und sprachen sich einhellig für die Fortsetzung aus – da sie nun ohnehin schon nass geworden seien, könnten sie doch ebensogut auch weiterspielen. Grund zur Freude war bei Wedel und Fehling auch die noch einmal deutlich gestiegene Wahrnehmung der Festspiele. Als Beweis präsentierten sie zwei dicke Aktenordner, gefüllt mit Presseartikeln über die Festspiele. Wedel wurde sogar im Urlaub auf Mallorca angesprochen, ob nicht noch Karten für seine Aufführungen zu bekommen seien.

Allerdings mahnte Wedel, mit den diesjährigen Produktionen sei man an die Grenze der Belastbarkeit gekommen. Für die Zukunft sei zu überlegen, wie man die Festspiele optimal gestalten könne. Hierzu soll die Umwegs-Rentabilität ermittelt werden, um festzustellen, wie sich eventuelle Änderungen der Spielzeit für die Stadt auswirken. Darüber hinaus fordert er nochmals, die Festspiele auch in Zukunft aus politischen Querelen herauszuhalten (was diesmal ja schon gut funktioniert habe) und die Finanzierung auf eine neue Grundlage zu stellen, um bessere Planbarkeit zu ermöglichen. Fehling schloss sich dem an und zeigte sich auch der Idee eines feststehenden Festspielzuschusses seitens der Stadt offen – wenngleich dies natürlich die Gremien beschließen müssten. Derzeit, merkte er an, sei es aufgrund der Haushaltsberechnungen sogar so, dass der Intendant durch gute Einnahmen ‘bestraft’ würde, weil diese mit dem städtischen Zuschuss verrechnet werden müssen. Das Thema sei dank gegenseitiger Über­einkunft während der Spielzeit nicht aufgegriffen worden, doch Fehling versicherte, dass beispielsweise die Gründung einer gGmbH noch keineswegs „vom Tisch“ sei.

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