Feuer und Flamme: Hessentags-Pfingst-Chor traf sich zur ersten Probe

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Rund 200 Sängerinnen und Sänger für das große Pfingstfest in der Bad Hersfelder Stiftsruine trafen sich diese Woche zur ersten Probe in der Stadtkirche.

Rund 200 Sängerinnen und Sänger probten zum ersten Mal gemeinsam für das große Pfingstfest in der Stiftsruine.

Bad Hersfeld - Am Pfingstmontag, der zufällig in der Hessentags-Woche in Bad Hersfeld liegt, wird ein großes Pfingstfest in der Stiftsruine stattfinden. Dieses ökumenische Fest wird von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau, Bischof Dr. Michael Gerber aus Fulda, Festspiel-Intendant Joern Hinkel und dem Schauspieler Dominik Weber sowie der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Bad Hersfeld“ gestaltet.

Freude im Vordergrund

Pfarrerin Imke Leipold ist Projektbeauftragte der Evangelischen Kirche von Kurhessen- Waldeck für den Hessentag und hatte die Idee, einen Massenchor für den Gottesdienst ins Leben zu rufen, „bei dem vor allem die Gemeinschaft, die Freude und die Leidenschaft im Vordergrund stehen sollte und jeder und jede mitsingen könnte“, so Leipold gegenüber „Fulda aktuell“. Auf den ersten Aufruf hin hatten sich 750 Sängerinnen und Sänger aus der ganzen Region gemeldet. „Allerdings wussten wir da noch nicht, dass lediglich 200 Personen auf die Bühne dürfen“, sagt sie bedauernd. Als klar war, dass am Hessentag die Erreichbarkeit der Stiftsruine sehr eingeschränkt sein würde und der Chor während des Gottesdienstes stehen müsse, haben sich laut Leipold vor allem Chöre mit älteren Mitgliedern wieder abgemeldet. Zur ersten Probe waren rund 200 Sängerinnen und Sänger in die Stadtkirche gekommen.

Für Hersfeld komponiert

Drei der Lieder, die der Chor singen wird, hat Pfarrer Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche Hessen- Nassau extra für diesen Gottesdienst getextet und komponiert. Während der Probe begleitet er den Chor gemeinsam mit Peter Hamburger, dem Kantor für Popularmusik der Landeskirche. Beim Pfingstfest wird eine komplette Band dabei sein. „Dazu kommen dann rund 60 Bläser des Kreisposaunenchores“, sagt Leipold. Die beiden Bad Hersfelder Tanzschulen von Michèle Meckbach und Birgitt Fründ gestalten das Fest ebenfalls mit. Fründ hatte mit dem Riesenchor bei der ersten Probe eine kleine Choreographie mit roten und orangenen Tüchern einstudiert, denn das Motto der Kirche zum Hessentag lautet „Feuer und Flamme“, weshalb der Chor auch rot-orange-gelb gekleidet sein wird.

Die musikalischen Macher des Pfingstfestes (von links): Bezirkskantor Sebastian Bethge, Pfarrerin Imke Leipold, Pfarrer Fabian Vogt, Tanzlehrerin Birgitt Fründ und Popmusik-Kantor Peter Hamburger.

Kostenfreie Platzkarten

Ab dem 27. Mai wird die Hälfte der kostenfreien Platzkarten für das Pfingstfest in der Stiftsruine in der Propstei von 9 bis 12 Uhr (Wigbertsraße 10) und dem Dekanat von 14 bis 16 Uhr (Kirchplatz) in Bad Hersfeld ausgegeben. „Es gibt zwei Karten pro Person und sie können weder telefonisch noch per E-Mail bestellt werden“, so Leipold. „Damit auch auswärtige Gäste und Kurzentschlossene die Möglichkeit haben, eine Platzkarte zu erhalten, wird die andere Hälfte der Karten direkt am Pfingstmontag ab 9.45 Uhr am Haupteingang der Stiftsruine verteilt“, fügt sie hinzu. Und wer keinen Platz mehr in der Stiftsruine bekommt, kann die Live-Übertragung im „Flammenzelt“ direkt neben der Stiftsruine auf einer Leinwand mitverfolgen.

"Feuerprobe" am Hessentag

Bei der ersten Probe zeigte sich, dass viele der Choristen die vorher zugesandten Noten bereits studiert hatten, denn das Zusammensetzen der Stimmen mit Bezirkskantor Sebastian Bethge als Dirigent, Komponist Vogt an der Gitarre und Hamburger am Klavier klappte recht reibungslos. Spaß hatten dem Anschein nach alle Sängerinnen und Sänger, unter denen auch einige Kinder und Jugendliche waren.

Am Hessentag wird der Chor dann mit den Pop-Flammensongs, bekannten Kirchenliedern und einem „Hessentagslied“, das Leipold auf Beethovens „Ode an die Freude“ neu getextet hat, seine „Feuerprobe“ bestehen. Der Wunsch zu dem großen ökumenischen Pfingstfest kam übrigens sowohl von den beiden evangelischen Kirchen in Hessen als auch der Hessischen Staatskanzlei.

Rund 200 Sängerinnen und Sänger für das große Pfingstfest in der Bad Hersfelder Stiftsruine trafen sich diese Woche zur ersten Probe in der Stadtkirche.

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