Feuermeister Klaus Otto im Gespräch: "Nur einmal Lolls verpasst"

Klaus Otto ist seit 2013 Feuermeister für das Lullusfest – und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Foto: nh

Am Montag beginnt die fünfte Jahreszeit in Bad Hersfeld: Das Lullusfest. Der KA sprach vorab mit Feuermeister Klaus Otto über die Höhen und Tiefen seines Amtes.

Bad Hersfeld.  Er ist die Symbolfigur des Bad Hersfelder Lullusfests und heutzutage nicht mehr wegzudenken: Der Feuermeister. Alles begann mit dem Schneidermeister Hans Post, der 1926 zum ersten Feuermeister ernannt wurde. Er hatte die Aufgabe, die Verbindung zwischen den Handwerkszünften und den Stadtgremien zu vertiefen und zu verbessern. Für diese Aufgabe wurde damals das spezielle Ornat entworfen, das der Feuermeister bis heute trägt.

Klaus Otto ist seit Januar 2013 Feuermeister und damit Repräsentant der Stadt und des Lullusfests. Der 51-Jährige ist gebürtiger Bad Hersfelder und gelernter Fleischermeister – damit erfüllt er die Vorraussetzungen, um das Amt des Feuermeister anzutreten. „Um Feuermeister zu werden, muss man gebürtiger Bad Hersfelder, und ein Handwerksmeister sein“, erklärt Otto im KA-Gespräch. „Dabei wird es heutzutage immer schwieriger, einen Feuermeister zu finden, der die Kriterien erfüllt.“ Der Wegzug vieler Bürger und der Rückgang der Handwerksberufe seien Schuld daran. In seiner Lehre musste er für drei Jahre nach Dillenburg. In der Zeit habe er Bad Hersfeld sehr vermisst, deshalb sei er wieder zurückgekehrt. „Ich habe nur ein einziges Mal in meinem Leben das Lullusfest verpasst“, erinnert sich der Feuermeister, „das war 1983, als ich in Dillenburg war.“

Über das Jahr verteilt ist der Feuermeister unter anderem mit dem Lullusfestverein oder anderen Lolls-Vertretern in verschiedenen Städten zur Promotion unterwegs. Kurz vor und während des Lullusfestes sei der Feuermeister aber besonders eingespannt, wobei ein Termin den nächsten jagd. In der Lollswoche nehme sich Otto immer Urlaub, da der Feuermeister quasi rund um die Uhr präsent sein müsse. „Natürlich ist es als Feuermeister in der Lollswoche immer etwas stressig. Man hat viele Termine und muss präsent sein. Aber es ist definitiv positiver Stress, der vor allem Spaß macht“, erklärt der 51-Jährige.

Für Otto ist es etwas ganz Besonderes, das Lullusfest – aktuell als Feuermeister – zu unterstützen und mitzuwirken. Schließlich schlägt sein Herz seit seiner Geburt für das alte Volksfest. Allerdings sei es nicht immer einfach in seiner Position: „Manchmal ist es schwierig, es allen Leuten recht zu machen. Auch Neuerungen und Veränderungen auf den Weg zu bringen, ist etwas schwierig, denn manche scheuen sich vor etwas Neuem“, so der Feuermeister.

Wenn Otto mal nicht als Feuermeister oder auf der Arbeit unterwegs ist, dann engagiert er sich beim Alarmzug der Freiwilligen Feuerwehr Bad Hersfeld, entspannt sich beim Fahrrad fahren oder auch beim Nordic Walking. Ein Ende ist für ihn als Feuermeister auf jeden Fall noch nicht in Sicht. „Man muss die Stadt und das Lullusfest lieben, um Feuermeister zu sein – und das tue ich. So lange ich gesund bin, mache ich weiter“, so der Bad Hersfelder abschließend.

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