Film auf der Bühne: Eine Probe beim Familienmusical der Festspiele

Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
1 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
2 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
3 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
4 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
5 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
6 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
7 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".
8 von 42
Probenbesuch bei "Emil und die Detektive" bei den "Bad Hersfelder Festspielen".

Derzeit proben 31 Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das Familienmusical "Emil und die Detektive" bei den Bad Hersfelder Festspielen.

Bad Hersfeld - 25 Kinder und Jugendliche, sechs Schauspieler, ein Regisseur, ein Musikalischer Leiter und viele andere proben gerade das Familienmusical „Emil und die Detektive“. Sechs Aufführungen stehen ab dem 11. August auf dem Programm der „Bad Hersfelder Festspiele“ in der Stiftsruine.

Noch wird in der Stadthalle geprobt. Heute ist eine Szene dran, bei der die jungen Darsteller, die zwölf bis 27 Jahre alt sind, eine Bahnhofs- und Straßenbahnsituation proben. Regisseur Rainer Niermann erklärt den Darstellern, die zum größten Teil aus Bad Hersfeld, Fulda und Umgebung kommen, wie er sich die Szene vorstellt. Und dann wird es gemacht. Noch einmal. Und noch einmal.

Stets konzentriert dabei

Konzentriert sind die Kinder dabei und setzen das um, was gefordert wird. „Die Arbeit mit Kindern ist natürlich anders“, sagt Niermann. Man könne professionelle Disziplin nicht einfordern und müsse den Kindern auf Augenhöhe begegnen. „Wir nehmen sie ernst und setzen auch die Ideen, die sie selbst haben, um“, so der Regisseur, der in Tann in der Rhön aufwuchs. Mit Musicals hat Niermann bereits früh Erfahrungen gemacht. Ende der 90-er Jahre hat er als Schüler an der Fuldaer Freiherr-vom-Stein-Schule bereits „Elisabeth“ und „Joseph“ als Regisseur in Szene gesetzt. „Wir haben die ersten Musicals in Fulda gemacht“, sagt er.

In dieser Spielzeit ist er Regisseur in Bad Hersfeld und ist begeistert von der Energie, die seine jungen Darsteller an den Tag legen. „Wir haben wahnsinnig tolle Talente dabei, die in kürzester Zeit sehr intensiv proben. Ich bin sehr stolz auf die Kinder“, sagt er. Für die Solo-Rollen hatten die Festspiele ein Kinder-Casting veranstaltet und bereits seit Mai in einigen Workshops die ersten Szenen erarbeitet. „Alle sind zu einer großen Gruppe zusammengeschmolzen. Es gibt kein Mobbing und keine Fronten“, erklärt Niermann.

Sechs Schauspielprofis dabei

Zum Kinderteam kommen noch die Profi-Schauspieler Mathias Schlung, Ute Reiber, Tilo Keiner, Annette Lubosch, Maximilian Wigger und Peter Englert, die die Erwachsenen-Rollen in „Emil und die Detektive“ übernehmen. „Die Kinder sehen die Profis als Vorbild und haben Respekt, treten ihren erwachsenen Kollegen aber auch selbstbewusst gegenüber auf“, so der Regisseur.

Ein Musical braucht Gesang und Tanz. Die Choreographie übernimmt Sabrina Stein und für die musikalische Leitung ist Helgo Hahn verantwortlich. „Die Kinder lernen die Texte und Melodien erstaunlich schnell“, freut er sich. Und eines erstaunt ihn zudem: „Die Kinder können sich stundenlang konzentrieren. Das würde man sich in der Schule manchmal wünschen“, sagt Hahn, der an der Modellschule Obersberg Musik und Englisch unterrichtet. Die Musik von Marc Schubring ist an die 20-er Jahre angelehnt, die Zeit, in der auch der Roman von Erich Kästner spielt. „Da ist viel Brecht, Eissler und Weil drin“, sagt der Musikalische Leiter, der das Musical auch in der Stiftsruine dirigieren wird. Es wird kein Orchester geben. „Wir spielen mit Halbplayback. Außer der Musik ist aber alles live und echt“, versichert Hahn.

Große Bewegungen

Während die Darsteller ihre Bahnhofszene wieder und wieder proben, und rollende Koffer schnell von einem „Unfall“ in eine Straßenbahn umfunktioniert werden, greift Regisseur Niermann immer wieder ein, gibt Tipps und Hinweise. „Ich will mehr Arme sehen. Wir brauchen große Bewegungen“, ruft er in den Raum. Noch wird in der Stadthalle geprobt, bevor alles auf die komplette Breite und Tiefe der Stiftsruinenbühne adaptiert wird. Dort werden die Kinder singen, tanzen und schauspielern, um die Geschichte des Emil, der zum ersten Mal nach Berlin reist und unterwegs beraubt wird, ab dem 11. August gespielt. „Die Kinder sind alle Berliner Straßenkids, die den Dieb fangen wollen“, sagt Hahn.

"Das gab es so noch nie"

Mit vielen Liedern, ausgefeilten Choreographien und vor allem der Spielfreude der jungen und professionellen Musicaldarsteller freut sich Niermann schon sehr auf die Aufführungen. „Alleine die Kinderdarsteller sind ein Erlebnis“, sagt er. „Das ist eines der besten Musicals, die in den letzten 20 Jahren geschrieben worden sind“, ist der Regisseur überzeugt. „Es ist wie ein Film, der auf einer Bühne umgesetzt wird. Wir bringen etwas in die Ruine, was dort so noch nie stattgefunden hat.“

Für „Emil und die Detektive“ gibt es noch Karten. Diese können online über www.bad-hersfelder-festspiele.de oder unter der Nummer 06621/640200 bestellt werden.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Der Baum, der keine Wünsche offen lässt

Wunschbaum-Aktion geht in die zweite Runde: Im Rotenburg-Center können ganz besondere Weihnachtswünsche erfüllt werden.
Der Baum, der keine Wünsche offen lässt

10. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Die Gewinn-Nummern für Dienstag, 10. Dezember
10. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

9. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Das sind die Gewinn-Nummern für Montag, 9. Dezember
9. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Rotenburg: 11.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Am Samstagabend, 7. Dezember, kam es auf der B83 zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Holztransporter einen Pkw übersah.
Rotenburg: 11.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.