Fitness-Blog: Jetzt geht's an die Problemzonen

Rick Fröhnert (re.) und Julia Fernau werden von Nejat Sunel vom Fitness- und Gesundheitspark Bebra beim Training unterstützt. Foto: nh

Die KA-Redaktion macht sich fit - der Bauchtrainer wird zum Feind.

Bebra. „Für was machst DU denn Sport?“, werde ich seit ­­Beginn unseres ambitionierten Sport-Experiments häufig verdutzt gefragt. Seit einer Woche trainieren mein Kollege Rick Fröhnert und ich im ­Fitness- und Gesundheits-park Bebra (wir berichteten). Mir ist schon klar, dass ich mit 53 Kilogramm nicht an Übergewicht leide. Aber man muss ja nicht erst aufgehen wie ein Hefe­kuchen, um Sport zu ­machen. Ich mag für viele vielleicht wie eine Sportskanone aus­sehen, die Wahrheit ist aber eine andere. Es ist nämlich ein Mythos, dass schlanke Menschen automatisch sportlich sind. Korpulente Menschen sind immerhin auch nicht ­automatisch  stark und können Bäume ausreisen. Ich will zwar nicht behaupten, dass Rick das nicht könnte, aber ich bezweifle es stark. Nach 15 Minuten Aufwärmtraining gingen wir an den Start. Soweit, so gut. Nach unseren Schwindelattacken und Beinen aus Wackelpudding widmeten wir uns also dem Zirkeltraining. Insgesamt sind es zehn Geräte, die uns an unsere Grenzen bringen. Was für einen Profi-sportler das Aufwärmprogramm ist, war für uns die volle Ladung. Mit einem Gerät freunde ich mich mit großer Wahrscheinlichkeit vorerst nicht an: mit dem Bauchtrainer. Auf einer Skala von 1 bis 10 habe ich vermutlich eine Bauchmuskulatur von -7. Eine gute Figur mache ich am Bauchtrainer jedenfalls noch nicht – doch das nehme ich sportlich. Denn ich bin guter Dinge, mit der Unterstützung von Coach Nejat meine gesteckten Ziele zu erreichen.

Zurück zur Eingangsfrage: Was macht jemand wie ich denn nun im Fitnessstudio? Während Rick abnehmen will, müssen bei mir die Pfunde ja eher nicht purzeln. Im Gegenteil: Bei mir darf es gerne ein bisschen mehr sein. Ein bisschen mehr Bauch, Beine und Po. Eben die altbekannten Problemzonen mancher Frau. Ich werde meinen Körper also ab sofort definieren und straffen.

Das biologische Alter von Rick (29) liegt bei 66 Jahren. Dass ich (23) 52 Jahren alt sein soll, hätte ich nicht für möglich gehalten. Doch das sind vermutlich die Folgen jahrelangen Rauchens. Seit sieben Wochen bin ich nun „clean“ und möchte nicht nur an meiner Bikini-Figur arbeiten, sondern viel mehr etwas für meine Gesundheit tun. Denn Sport ist eben nicht nur etwas für Menschen, die ein paar Pfund mehr auf den Hüften haben. Sport ist gut für Körper und Geist – und was ist wichtiger, als die eigene Gesundheit? An alle da draußen, die (noch) rauchen: es gibt Hoffnung. Es ist nicht einfach, sich von den „Lungenbrötchen“ zu trennen, aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Ich futtere zurzeit zwar wie ein Scheunendrescher, aber der Sport hilft mir, im Gleichgewicht ­­zu bleiben. Ich habe mich be­­­wusst für ein gesunde Leben entschieden, weil ich es mir wert bin.

Rick und ich freuen uns trotz anhaltendem Muskelkater auf die sportliche Zeit, die kommt. Eines jedoch steht für mich fest: Ob nach einem alkoholreichen Abend oder einer harten Trainingseinheit – einen Kater zu haben ist in keiner Hinsicht angenehm. Nach dem Sport allerdings nehme ich ihn gerne in Kauf.

Den letzten Artikel zum Fitness-Blog finden Sie hier.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Rotenburg: Unbekannte machen Spritztour mit Gabelstapler

Außerdem: Unbekannte klauen in Alheim Teile von einem BMW.
Rotenburg: Unbekannte machen Spritztour mit Gabelstapler

Lullusfest: Vorbereitungsläufe starten

Gemeinsam läuft es sich besser: Ab dem 1. September geht es in die Vorbereitung.
Lullusfest: Vorbereitungsläufe starten

A7: 14.000 Liter entzündliches Gefahrgut auf unpassendem Lkw verrutscht

Auf der A7 bei Kirchheim wurde ein Lkw aus dem Verkehr gezogen, der leicht entzündliches Gefahrgut transportierte, das zu verrutschen drohte.
A7: 14.000 Liter entzündliches Gefahrgut auf unpassendem Lkw verrutscht

Bebra: Insgesamt 7.000 Euro Schaden bei Unfällen mit Pkw

Gegen Mittag kam es gestern in Bebra zu einem Auffahrunfall. Am frühen Abend streifte ein Pkw noch einen anderen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 7.000 Euro.
Bebra: Insgesamt 7.000 Euro Schaden bei Unfällen mit Pkw

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.