Flüchtlingsunterkünfte werden geschlossen

Nur die Alheimer Kaserne in Rotenburg bleibt eine Erstaufnahmeeinrichtung – alle anderen im Kreis werden bis auf weiteres geschlossen.	Foto: Archiv
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Nur die Alheimer Kaserne in Rotenburg bleibt eine Erstaufnahmeeinrichtung – alle anderen im Kreis werden bis auf weiteres geschlossen. Foto: Archiv

Im Kreis bleibt nur noch die Alheimer Kaserne geöffnet - Unterkünfte in Bebra, Kirchheim und Bad Hersfeld werden geschlossen

Waldhessen. Das kam überraschend: Am Mittwoch verkündete der hessische Sozialminister Stefan Grüttner, zahlreiche Flüchtlingsunterkünfte zu schließen. Grund seien die immer weiter ­sinkenden Zahlen von Asylsuchenden in Hessen.

Aktuell sehen die Planungen vor, dass 23 Einrichtungen geschlossen werden. Lediglich 19 Standorte würden, laut ­Minister Grüttner, noch offen bleiben. Darunter ist im Landkreis nur die Alheimer ­Kaserne in Rotenburg. In Kirchheim, Bebra und Bad Hersfeld sollen die Unterkünfte aber – bis auf weiteres – geschlossen werden.

Während das ­Motel-Center in Kirchheim ­definitiv ­geschlossen wird, werden der ehema­lige Toom-Markt in ­Bebra und das Her­kules-Center in Bad Hersfeld auch weiterhin als Reserve her-­halten. Diese wolle man, ­seitens der Landesregierung, bei Bedarf wieder aktivieren. Insgesamt gibt es hessenweit ganze 20 Reserve-Standorte – und damit Platz für bis zu 15.000 ­Menschen.

Hauptgrund für die geplanten Schließungen sind die rückläufigen Zahlen an Menschen, die in Hessen Schutz suchen ­würden. So kommen derzeit, laut Angaben des Sozial­ministeriums, täglich etwa 50 Flüchtlinge nach Hessen. Im Vergleich: im Oktober 2015 lag diese Zahl noch bei über 1.000 Flüchtlingen täglich.Dass die Rotenburger Kaserne geöffnet bleibt, ist keine Überraschung. So war Sozial-­minister Stefan Grüttner erst Ende März zu Gast in der Fuldastadt, da die wald-­hessische Flüchtlingsunterkunft landesweit die erste ist, die den Schwerpunkt auch auf medizinische und pflegerische Versorgung setzt. So werden seitdem vor allem Flüchtlinge in Rotenburg ­untergebracht, die aus gesundheit­lichen Gründen eine besondere Versorgung ­brauchen.

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