Fotogalerie zum Full Metal Osthessen

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Metallisch abgerockt: Die neunte Auflage des Festivals war ein voller Erfolg.

Niederjossa. Anfang März rockte das neunte Fullmetal Osthessen Konzert, als eines der letzten Großveranstaltungen in unserem Landkreis, ca. 400 heimische und internationale Besucher, - darunter sogar ein extra eingeflogener Fan aus Japan. Trotz Corona-Absagen von insgesamt 3 Metal-Bands, darunter die Headliner Band Contradiction, bot das Aufgebot der verbliebenen 12 Metalbands mit ihren Metal- bis Trashmetalstilen, eine gewohnt druckvolle Akkustik mit ihren teils skurillen Bühnenoutfits und verdammt harten und ehrlichen Riffs. Heavy Metal – (zu Deutsch „Schwermetall“) bezeichnet eine Stilrichtung der Rockmusik und steht als Synonym für handgemachte Musik, die eben manchmal ein etwas eigenartiges Auftreten und einen eigenen Lebensstil prägt. Jutta Weinhold, Frontsängerin der Band Velvet Viper und gerade einmal 74 Jahre jung, ist der Beweis dafür. Die gefragte Session- und Studiomusikerin mit ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz „headbangte“ ordentlich mit ihrem Publikum zusammen und ließ die Klänge ihrer Bandmitglieder richtig episch wirken. Erstklassig spielte auch die Band TURBOKILL aus Radeburg. Die 5 Jungs gehörten zu den Top-5-Kandidaten der Vorausscheidung für den Support-Act der 2018er „Metal Hammer Awards“. Lion's Share, exklusiv angereist aus Schweden, sind bereits seit den 80ern bekannt und teilten sich die Bühne schon mit namhaftem Künstler wie Dio, Whitesnake, etc. Zum ersten Mal begeisterten auch die Jungs von Rapid bitch of the north aus Irland Niederjossa und feierten damit ihre Premiere in Deutschland. Es steht außer Frage, dass das kleine Örtchen international Aufmerksamkeit genießt und bereits in der Szene in vieler Munde ist. Die Jubiläumsveranstaltung nächstes Jahr wird wieder ein Fest, dafür sorgen wir, so der Vorsitzende Andreas Pfeiffer.

Am Festivalsonntag wurden etwas leisere Töne angeschlagen. Eric Clayton erzählte im Rahmen des sonntäglichen Gottesdienstes vor 75 Besuchern/Fans aus seinem Leben als US-amerikanischer Sänger und Songschreiber, Musiker und Produzent und seiner Beziehung zu Gott. Bekannt wurde er durch seine Arbeit in der einflussreichen Gothic Symphonic Metal-Gruppe Saviour Machine, die in den 90ern auch hierzulande der Band durch die spirituellen Texte eine große Fanbase bescherte. Sein damals sehr junger Vater kehrte sehr gewalttätig aus dem Vietnamkrieg nach Hause zurück. Diese besonders brutale und schreckliche Zeit prägte ihn nachhaltend besonders stark. Nach der Trennung seiner Eltern fand er seinen Frieden in einer Baptistengemeinde, wo viele unterschiedliche Menschen sich mit viel Liebe, Gemeinsamkeiten und Respekt begegneten und großartige Gospelmusik spielten. Jesus war der Mittelpunkt seines Teenagerlebens. Baseballprofi war sein Berufstraum. In den Nächten holten ihn jedoch die Kindheitstraumata immer häufiger ein und durch das Besuchsrecht für Väter in California holte ihn schließlich auch wieder die Gewalt ein. Eric fühlte sich gebrochen und gedemütigt. Er geriet ins Drogenmilieu, - lebte im Auto. Es suchte einen Grund sein Leben nicht zu beenden. Also betete er und ihm wurde bewusst, dass er Gott immer wieder wegschubste, statt ihm einen Platz zu geben. Die neue Energie seiner Entscheidung für Gott, steckte Eric in sein o.g. Musikprojekt. Seine Werke waren Zeugnisse für Menschen in der Dunkelheit. Der „man with a mission“ war jedoch nicht bereit von einem Künstler zu einem politischen Instrument zu werden. 1999 vermutete die US-Regierung einen Kult um seine Band in der Szene und stufte die Werke als gefährlich ein. Der 2-jährige Hausarrest und die Prozesse ließen ihn ausbluten und seine kindereiche Ehe scheitern. Eric zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und verfiel diesmal dem Teufelskreislauf von Medikamentencocktails. Als „stranger in a strange land“ begann er im Mormonenstaat Utah schließlich ein neues Leben als Baseballtrainer für Kinder und fand wieder zur Musik mit der Band „Eric Clayton and the nine“. Er spürte, wie die Power Gottes wirken kann, als alte Fans ihn bei seinen Bühnenaufführungen wieder berührten. Alleine und verlassen zu sein, ist nicht der Weg. Eric richtet den Fokus auf die Gemeinschaft - mit Gott.

(Fotos + Text: Axel Rode)

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