BFL Fraktion Ludwigsau besucht K+S

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Zu Gast bei K+S: Die BFL Fraktion Ludwigsau. Foto: nh

Umfassende Einblicke ermöglichten einige K+S Mitarbeiter der BFL Fraktion. Diese ist sich einig, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben müssen.

Ludwigsau/Heringen. Die Fraktion der Bürger für Ludwigsau, BFL im Gemeindeparlament Ludwigsau setzt sich mit dem komplexen Thema der Laugenfernleitung an die Oberweser intensiv auseinander und nahm das Angebot von K+S an, sich über das Werk Werra sowie deren Forschungseinrichtung zu informieren. Auf Einladung von K+S beuchten die Gemeindevertreter am 10. November des Werk Werra. Geführt wurde die Gruppe, an der auch Mitglieder des Gemeindevorstands teilnahmen, von Jörg Willecke dem Leiter der Abteilung Kommunikation Fernleitung und Öffentlichkeitsbeteiligung.

Willecke führte zu Beginn aus, das das Verbundwerk Werra der K+S Kali GmbH mit seinen Standorten Hattorf und Wintershall in Hessen sowie Unterbreizbach und Merkers in Thüringen der größte Standort der K+S Kali GmbH ist. Mit einer jährlichen Fördermenge von rund 19 Millionen Tonnen Rohsalz entfallen etwa 45 Prozent der gesamten Produktionskapazität auf das Werk Werra. Neben Düngemitteln stellt das Kali Werk Vorprodukte für vielfältige technische und industrielle Anwendungen sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie her. Der Personalbestand umfasst rund 4.400 Beschäftigte hiervon sind 2.100 Mitarbeiter über Tage und 2.000 Mitarbeiter unter Tage sowie 300 Auszubildende. K+S ist somit einer der größten Arbeitgeber der Region.

Im Anschluss erfolgte eine Grubeneinfahrt auf 650 Meter Tiefe. Mit einem Pkw befuhr die Gruppe eine Strecke von 26 Kilometern, zusehen waren dort die Werkstätten und der Abbau vor Ort mit den Fördereinrichtungen.Später wurde auch das Analytik – und Forschungszentrum in Unterbreizbach besucht. Hier wies Dr. Wachsmuth in die Philosophie des Konzerns am Forschungszentrum umfassend ein. Techniker, Ingenieure und Fachkräfte forschen und entwickeln Laborgestützt und anwendungsorientiert neue verfahrenstechnische Prozesse an Aufbereitungsverfahren sowie der Salz-Analytik. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der fachlichen Ausbildung von Nachwuchskräften am neuen Haus für die K+S Forschungskompetenz.

In der sich anschließenden Diskussion wurde nochmals betont, dass für  K+S die Planung der Laugenfernleitung eine Investition in die Zukunft ist, um das Werk und die dort befindlichen Arbeitsplätze zu erhalten. Ohne eine ausreichende Entsorgung der Produktionsrückstände ist Kalibergbau nicht möglich.Die BFL Fraktion, so der Sprecher Stephan Braun, ist der Meinung, dass die Arbeitsplätze im Werratal unbedingt erhalten werden müssen. Deshalb wurde auch der Beschluss in der Gemeindevertretung einstimmig gefasst, für K+S das Betretungsverbot für gemeindeeigene Wege aufzuheben. Somit hat K+S die Möglichkeit, nach Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, für ihre Planung wichtige Probebohrungen durchzuführen.

Ob die Laugenfernleitung zur Oberweser gebaut wird, steht heute noch nicht final fest, denn dies setzt auch die finale Genehmigung der zuständigen Behörde, des Regierungspräsidiums Kassel, voraus. Bis Ende 2018 muss die Planung vorliegen. Die BFL Fraktion ist der Überzeugung, dass dies ein richtiger Schritt zur Erhaltung der Arbeitsplätze bei K+S ist um auch langfristig  unsere Region weiter voranzubringen und regionale Entwicklung sicherzustellen. Der BFL Vorsitzende Stephan Braun bedanke sich am Ende des Tages bei allen Protagonisten, die den reibungslosen Besuch bei K+S möglich gemacht haben und somit einen tieferen Einblick in die Arbeitsprozesse bei einem der größten Arbeitgeber unseres Landkreises vermitteln konnten.

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