Verein „Frauen helfen Frauen“ lädt zum Vortrag „Warnsignale häuslicher Gewalt“ ein

Sie stehen allen Frauen immer zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung (v.li.): Christine Nuhn, Sabine Schütt-Dörrbeck und Nicole Stein vom Verein „Frauen helfen Frauen“ . Foto: Buschky

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums und im Rahmen der Frauenwochen lädt der Verein "Frauen helfen Frauen" am 14. März zu einem Vortrag mit dem Thema "Warnsignale häuslicher Gewalt" ein.

Bad Hersfeld. Der Verein „Frauen helfen Frauen e.V.“ ist jetzt seit 30 Jahren Anlauf- und Interventionsstelle für Frauen, die Gewalt in irgendeiner Form ausgesetzt waren. Bis heute hat der Zufluchtsort eine große Bedeutung, denn körperliche und psychische Gewalt ist und bleibt ein heikles Thema – gerade weil es meist im Verborgenen passiert und nicht an die Öffentlichkeit gerät.

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Frauenberatungsstelle Bad Hersfeld sind alle Interessierten zu einem Vortrag zum Thema „Warnsignale häuslicher Gewalt – erkennen und handeln“ eingeladen. Referentin ist die Psycho- und Traumatherapeutin Birgitta Rennefeld von der Frauenberatungsstelle NRW. Ihr Vortrag orientiert sich an dem Buch „Und das soll Liebe sein? Geschichte einer bedrohlichen Beziehung“ von Rosalind B. Penfold. In dem Buch wird durch comic­artige Bilderserien verdeutlicht, wie eine Gewaltbeziehung entsteht und welche Warnsignale es gibt.

Die Intention der Autorin ist es, dass alle Frauen die Warnsignale von bevorstehenden Gewalttaten erkennen und sich somit davor schützen können. Der Vortrag soll allen Anwesenden Informationen über die Entwicklung von Gewaltbeziehungen vermitteln.

Alle Interessierten sind zu dem Vortrag am 14. März in die Beratungsstelle des Vereins „Frauen helfen Frauen“, Dudenstraße 27 in Bad Hersfeld eingeladen. Der Empfang ist ab 17 Uhr, der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

Große Auswahl an Beratungsterminen

Frauen, Mütter und auch Kinder, die in ihren eigenen vier Wänden verschiedene Formen von Gewalt über sich ergehen lassen müssen, wissen oft keinen Ausweg, oder wollen sich nicht helfen lassen. Dabei ist der Verein Frauen helfen Frauen e.V. ganz genau auf solche Fälle ausgerichtet.

Seit letztem Jahr gibt es bei der Beratungsstelle Paralleltermine für die Kinder der betroffenen Frauen, die ebenfalls Gewalt erlebt oder mitbekommen haben. „Oft bekommen die Kinder es mit, wenn es zu häuslicher Gewalt kommt“, erklärt Sabine Schütt-Dörrbeck, eine Mitbegründerin des Vereins „Frauen helfen Frauen“, „deshalb ist es wichtig, auch Kindern professionell zu helfen.“

Für Frauen, die sich lieber per Telefon einen Rat holen möchten, gibt es die Telefonberatung. Montags von 9 bis 10 Uhr und mittwochs von 16 bis 17 Uhr können betroffene Frauen unter der Nummer 06621/70113 bei der Frauenberatungsstelle anrufen und sich beraten lassen. Termine in der Frauenberatungsstelle können unter der Telefonnummer 06621/65333 (Frauenhaus) vereinbart werden. Ab dem 16. März wird es Donnerstags von 9 bis 11 Uhr für alle interessierten Frauen einen offenen Beratungstermin geben. Frauen, die sich gerne mit anderen Frauen über verschiedene Dinge austauschen möchten, bekommen Ende März dazu die Gelegenheit: Ab Montag, 27. März, wird es jeden zweiten Montag von 15 bis 17 Uhr eine offene Gesprächsgruppe in der Frauenberatungsstelle geben. Dort können die Besucherinnen nette Gespräche über alle Themen führen, die sie auf dem Herzen haben.

„Für die Zukunft ist eine Außenstelle zur Beratung von Frauen im Raum Heringen und Philippsthal geplant“, so Schütt-Dörrbeck. Somit haben es Frauen in der Region nicht mehr ganz so weit bis zur Beratungsstelle.

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