Freunde des MC Hexenschuss treffen sich im Knüll

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Bei Wind und Wetter trafen sich die Ganzjahres-Fahrer auf dem Knüllköpfchen.

Waldhessen/Knüll. Sie kennen kein ideales Wetter und lassen sich auch von keiner Schneeflocke abhalten – die Biker vom MC Hexenschuss. Seit vielen Jahren treffen sie sich im Januar zum Saisonauftakt im Knüll, wobei die Ganzjahres-Fahrer eigentlich durchgehend ihrem Hobby nachgehen. Bei Wind und Wetter stellen die Organisatoren rund um Walter und Ellen Freund aus Niederaula ihr Party-Zelt auf dem Plateau unterhalb der großen Sendeanlage auf, aus allen Himmelsrichtungen kommen dann die Fans auf den über 600 Meter hohen Gipfel des Knüllköpfchens angefahren. Ein Großteil der eingeschworenen Gemeinschaft ist fast jedes Jahr hier, so auch Joachim Fuchs aus Kerspenhausen, der mit seinem Moto-Guzzi-Gespann zum Treffen kam. „Ich war schon immer dabei“, blickte er auf die alljährliche Tradition zurück und freute sich auf das gemütliche Beisammensein mit Gleichgesinnten. Polierte Hochglanz-Maschinen suchte man wie immer vergebens, auch Saison-Kennzeichen sind verpönt im Kreise der allwetterfesten Zwei-, Drei- und sogar Vierradfahrer. Neben vielen Alltagsmaschinen finden sich auch jedes Jahr einige ganz außergewöhnliche Vehikel ein, diesmal stand das der Eigenbau von Marco Klippert aus Ludwigsau im Fokus. Nicht ganz straßentauglich, aber dafür mit hohem Spaßfaktor, präsentierte sich das „zusammengehexte“ Mobil. Eine alte DKW, ein ausrangiertes Ölfass und ein Dieselmotor, der von eine Kreissäge stammte, bildeten die drei Komponenten des fahrbaren Untersatzes – zudem war es mit einer schießbereiten „Pömpel-Kanone“ ausgestattet. „Beim Werner-Rennen in Hartenholm habe ich damit letztes Jahr den Pokal für den irrsinnigsten Umbau gewonnen“, erzählte er sichtlich stolz. Das Vehikel von Jan aus Bad Hersfeld hatte dagegen Straßenzulassung, doch dafür brauchte das Mofa über eine Stunde, um seinen Fahrer bis zum Treffen zu bringen. Horst Henning aus Wanfried hatte sein Gespann mit allerlei Proviant bestückt, darunter ein Flachmann mit fast zwei Liter Fassungsvermögen, aus dem er großzügig einen Begrüßungsschluck nach dem anderen ausgab. Nach und nach trafen immer mehr Fahrer ein, aus einem echten Familiengespann stieg Christine Lemuth aus und brachte ihre sehnsüchtig erwarteten Törtchen und Nussecken ins Zelt. Die „Hot-Bar“ und das große Lagerfeuer sorgten dafür, dass es die meisten auch lange draußen aushielten – noch bis weit nach Mitternacht feierten die Biker ihr fröhliches Fest am Knüllköpfchen.

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