Frieden zwischen KKH und HKZ: Kooperationsvertrag tritt in Kraft

Rotenburg. Lange wurde darüber diskutiert, jetzt ist es endlich geschafft: Seit dem 1. August arbeiten das Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) und das H

Rotenburg. Lange wurde darüber diskutiert, jetzt ist es endlich geschafft: Seit dem 1. August arbeiten das Kreiskrankenhaus Rotenburg (KKH) und das Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ) im Fachbereich Pneumologie eng zusammen. KKH-Geschäftsführer Reiner Schickling, erklärte hierzu, die Tragweite dieser Kooperation sei enorm, denn über dieses Thema sei in der Vergangenheit viel gestritten worden, was dem Klima zwischen den beiden Häusern auch insgesamt geschadet hatte. Auslöser war die Errichtung einer eigenständigen Pneumologie am HKZ, die für das KKH Einbußen, möglicherweise sogar eine Existenzgefährdung bedeutet hätte. Doch mit dem neuen HKZ-Geschäftsführer Ulrich Hornstein konnte jetzt ein für beide Seiten vorteilhafter Kompromiss erzielt werden.

Der neue Kooperationsvertrag regelt die Zuständigkeiten und Zuweisung der Fälle. Der ursprünglich vom HKZ neu eingestellte Facharzt, Dr. Enver Beqiraj, arbeitet nun für das KKH, versieht aber in beiden Kliniken seinen Dienst.Auch KKH-Geschäftsführer Hornstein sprach von einem "Meilenstein", der eine gute Basis für weitere Kooperation bietet. "Wenn man so nah aufeinander sitzt, muss man sich zusammentun und Energien bündeln", so seine Ansicht. Dies sei natürlich seitens des HKZ kein leichter Schritt gewesen, doch letztlich bringe die Kooperation auch für das HKZ Vorteile, da man keine eigene Abteilung mehr vorhalten müsse.

Für die Zukunft planen beide Häuser, die Kooperation auch in anderen Gebieten auszuweiten. So will das HKZ sich nun auf den Aufbau einer pneumologischen Reha konzentrieren. Auf diese Weise können Patienten, die ans KKH überwiesen werden, danach ihre Reha im HKZ absolvieren. Auch eine gemeinsame Ärzteausbildung soll bald in Angriff genommen werden, um qualifizierten Nachwuchs für beide Krankenhäuser zu gewinnen.

Dank ging dabei auch an Bürgermeister Christian Grunwald, der den Verhandlungsprozess moderierte und dem natürlich auch an einer Einigung gelegen war. "Ich hätte mich da schlecht auf eine Seite stellen können mit dem Wissen, dass so eines der beiden Krankenhäuser oder gar beide geschlossen werden müssten", erklärte er. Mit dem Erhalt beider Krankenhäuser sei nun nicht nur die versorgung der Patienten gesichert, sondern auch Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region konnten erhalten werden.

Auch Dr. Beqiraj freut sich schon auf seine Arbeit als leitender Oberarzt der neuen Abteilung, denn hier kann er das gesamte Fachgebiet abdecken: "Ich möchte mich richtig austoben", so der 50-Jährige, der zuvor als Chefarzt gearbeitet hat. Er stammt aus dem Kosovo und floh vor dem Krieg nach Deutschland. Sein Medizinstudium absolvierte er in Berlin und kann auch schon auf einige Erfahrung in seinem Fachgebiet zurückblicken. Derzeit wohnt er noch in Berlin, aber auch über einen Umzug nach Rotenburg denkt er nach.

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