Friedewald: Autorenresidenzen im ländlichen Raum

Die Gemeinde Friedewald ist in diesem Jahr eine von drei hessischen Kommunen, die für zwei Monate vom Hessischen Literaturrat eine Autorenresidenz erhält.

Friedewald. Zum Jahresende 2017 setzte der Hessische Literaturrat e.V. mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst erstmals das Pilotprojekt „Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ um. Lyrikerin Safiye Can verbrachte einen Monat in Laubach und Open Mike-Preisträger Robert Stripling lebte für einen Monat in Münzenberg. 2018 wurde das Projekt ausgebaut und die Stipendiendauer auf zwei Monate verlängert, wobei der Fokus auf Nordhessen lag. Über die zahlreichen Lesungen, Workshops und Klangspaziergänge der Stipendiaten berichtete unter anderem hr2-kultur ausführlich. Ziel der „Land in Sicht“-Stipendien ist eine intensive Zusammenarbeit und Auseinandersetzung der Stipendiaten mit den kulturellen und städtischen lokalen Akteuren und der Bevölkerung.
2019 wurden erneut drei Stipendien im ländlichen Raum ausgeschrieben, wobei der Fokus mit Michelstadt (Jan Wilm), Bad König (Vito von Eichborn) und Oestrich-Winkel (Claudia Brendler) auf Südhessen lag.
2020 sind Stipendien im Norden, Osten und Süden Hessens geplant, darunter auch eine Kooperation mit der Gemeinde Friedewald.

Teilnahmebedingungen:
• Stipendienvergütung von 2.500 Euro monatlich (insgesamt 5.000 Euro)
• Es wird eine Wohnung, Ferienwohnung oder anderweitige adäquate Unterkunft für den Zeitraum des Stipendiums zur Verfügung gestellt.
• Es wird eine Reisekostenpauschale von 400 Euro zur Verfügung gestellt.
• Bezug zu Hessen: Für die Bewerbung für das Hessische Literaturstipendium ist ein fester Wohnsitz in Hessen nicht Voraussetzung. Es soll jedoch ein deutlicher Lebensbezug zu Hessen bestehen.
Das könnte zum Beispiel sein
• hier geboren zu sein,
• hier studiert zu haben
• hier mehrere Jahre gewohnt oder
• in Hessen mehrere Jahre im literarischen Bereich gearbeitet zu haben, zum Beispiel als Autor, Übersetzer, Lektor oder Dramaturg oder
• sich intensiv literarisch mit Hessen auseinandergesetzt zu haben (nachweislich einer Publikation). Erwartungen an Stipendiaten:
• Auseinandersetzung mit dem hessischen ländlichen Raum durch aktive Integration in das Ortsgeschehen (z.B. Ortstour, Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung, Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte etc.)
• Anbieten von mindestens zwei Workshops, Lesungen o.Ä. (zum Beispiel  mit Schulklassen, Seniorengruppen etc.) sowie einer Abschlusslesung
• Zusammenarbeit mit den örtlichen und überörtlichen Medien
• Erstellen eines literarischen Textes mit Bezug zum Aufenthaltsort (Prosa, Essay, Lyrik, Drama etc.): Der oder die Stipendiaten behält die Rechte am Text. Das Land Hessen und der Hessische Literaturrat sind berechtigt, den Text im Rahmen eigener Publikationen zu verwenden (zum Beispiel Anthologie).
• Bereitschaft, bei einer Veranstaltung auf der Frankfurter Buchmesse über das Stipendium zu sprechen

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