GDL: Zum Streik gezwungen

Auch die Mitgliederaus Bebra der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivfhrer stellen sich auf einen neuen Streik einBebra. Ingo Klett, ste

Auch die Mitgliederaus Bebra der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivfhrer stellen sich auf einen neuen Streik ein

Bebra. Ingo Klett, stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Bebra: Keines unserer Mitglieder htte auch nur einen Moment an einem Ende des Tarifkonfliktes gezweifelt, nachdem Herr Tiefensee stolz die Seite aus seinem Kalender mit den beiden Unterschriften von Herrn Schell und Herrn Mehdorn in die Kameras hielt. Wir waren sicher, dass diese Schlacht geschlagen war.

Hintergrund fr die neuen Arbeitskampfmassnahmen der GDL ist ein sogenannter Grundlagentarifvertrag, welchen die Bahn zustzlich unterschrieben haben mchte. Ingo Klett: Mit diesem zustzlichen mehreren Seiten umfassenden Papier soll die GDL ihrer gerade erstrittenen Eigenstndigkeit wieder beraubt werden. Konkret geht es dabei um die folgenden drei Punkte:

1. Die GDL soll zusichern, dass bis zum Jahr 2015 keine hheren Abschlsse als die von den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA erreichten verhandelt werden. Wir sind somit vom Gutdnken der beiden wieder abhngig, knnten fr unsere Leute also nicht mehr machen als es die beiden anderen wollten.

2. Die GDL wrde sich fr den genannten Zeitraum auch darauf festlegen, dass im genannten Zeitraum auch keine Arbeitskampfmassnahmen stattfinden. Ebenfalls unhaltbar, gegen smtliche mglichen Verschlechterungen knnten wir uns nicht wehren. Man wrde unseren Leute so viele Knppel zwischen die Beine werfen, dass sie nur noch stolpern, aber nicht mehr einen Schritt laufen knnten.

3. Der neue Tarifvertrag wrde in keiner der knftig zu grndenden Gesellschaften und Tochterunternehmen der Bahn greifen. Dies wrde de facto bedeuten, dass der neue Tarifvertrag innerhalb weniger Monate gegenstandslos werden wrde. Die Gefahr besteht darin, dass die Bahn eine Gesellschaft grndet in der zu Dumpinglhnen gearbeitet wrde und die momentan Beschftigten aus ihren Arbeitspltzen verdrngt wrden. Jngeren Kollegen wrde man mglicherweise sogar kndigen und ihnen einen Arbeitsplatz in dieser neuen Gesellschaft anbieten, in der sie dann zu schlechteren Konditionen arbeiten wrden als sie es heute ohnehin schon sind.

Wrde die GDL diese Passagen akzeptieren, dann wren smtlichen Massnahmen und Konfliktsituationen der vergangenen neun Monate vollkommen umsonst gewesen.

Klett geht es jedoch um eine Klarstellung: Wir wollen nichts neu Verhandeln, wir wollen auch nichts Neues oder irgend etwas Zustzliches. Wir wollen einfach nur das, was man uns versprochen und zugesichert hat. Nicht mehr und nicht weniger. Gute und verantwortungsvolle Arbeit muss auch entsprechend bezahlt werden, im Interesse der Reisenden und unserer Kunden im Gterverkehr. Sollte die Bahn den Lokfhrer-Tarifvertrag ohne irgendwelche nderungen oder Zusatzvereinbarungen bis Sonntagabend unterschreiben sind auch Arbeitskampfmassnahmen vom Tisch, darauf gibt die GDL ihr Wort.

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