Geheimnis gelüftet: Stephan Schad spielt Nathan

Bad Hersfeld. Das letzte Geheimnis um die Festspiel-Besetzung ist jetzt gelüftet. Wie Intendant Holk Freytag heute mitteilte, wird Stephan Schad die

Bad Hersfeld. Das letzte Geheimnis um die Festspiel-Besetzung ist jetzt gelüftet. Wie Intendant Holk Freytag heute mitteilte, wird Stephan Schad die Titelrolle in "Nathan der Weise" spielen.Der 49-Jährige ist Ensemblemitglied am Deutschen Schaupsielhaus in Hamburg und spielte unter anderem in "Der große Gatsby" und "der Kontrabaß". Auch als Hörfunk- und Hörbuchsprecher sowie Fernsehdarsteller (unter anderem in mehreren Tatort-Folgen) ist er dem Publikum bekannt.

Wie Freytag berichtete, gestaltete sich die Suche nach dem hauptdarsteller schwierig. Wichtig war ihm dabei, einen jüngeren Schauspieler zu engagieren – schließlich sei nirgends vorgeschrieben, dass Nathan, wie häufig dargestellt, ein Greis um die 70 sein müsse. Freytag wollte nämlich Nathan als einen Mann darstellen, der im Leben steht und keinen gemütlichen alten Mann: "Er ist ein knallharter Geschäftsmann, der mit Kultur nichts am Hut hat."

Überhaupt, so Freytag, habe sich für das Stück eine Lesart eingebürgert, die er für falsch halte. Seiner Ansicht nach sei der Titel eher ironisch zu verstehen und die Ringparabel keinesfalls der überragenden Weisheit Nathans entspringt: "Da kämpft ein Mensch um sein Leben. Er erfindet dazu eine Geschichte, und dabei gelingt ihm ein Gedanke. Das ist nichts, was er sich vorher zurechtgelegt hat."

Hauptdarsteller in "Die drei Musketiere" wird mit Jonas Minthe als D’Artagnan ebenfalls eine Neuentdeckung sein. "Lassen Sie sich von diesem jungen Mann überzeugen", riet Freytag. In den Titelrollen werden mit Julian Weigend und Parbet Chugh zwei alte Bekannte zu sehen sein, neu ist hingegen Johnny Müller, der bei den Hamburger Kammerspielen in "Frost/ Nixon" brillierte.

Auch sonst sind natürlich zahlreiche altbekannte Festspielschauspieler dabei, so in "Nathan der Weise" unter anderem Marie-Therese Futterknecht (Sittah), Stephan Ullrich (Tempelherr), Manfred Stella (Derwisch) und Hans-Christian Seeger (Patriarch)  und in "Die drei Musketiere" Nikolaus Kinsky (Kardinal Richelieu), Birthe Gerken (Lady de Winter) und Jörg Reimers (Lord de Winter).

Für "Mondschein & Magnolien" mussten laut Freytag vier Schauspieler gefunden werden, "die etwas können und zwischen denen die Chemie auch stimmt." Mit Dirk Glodde, Nikolaus Kinsky, Thomas Gimbel und Katka Kurze ist sich Freytag sicher, das passende Team gefunden zu haben."Das Tagebuch der Anne Frank" wird Maddalena Hirschal spielen.

Bei den Wiederaufnahme-Stücken "Ewig Jung" und "Der Name der Rose"  wird es nur eine Veränderung in der Besetzung geben: Die Rolle der Krankenschwester in "Ewig Jung" wird in diesem Jahr von Birthe Gerken gespielt, da Iris Maier derzeit ein Kind erwartet.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

10. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Die Gewinn-Nummern für Dienstag, 10. Dezember
10. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

9. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Das sind die Gewinn-Nummern für Montag, 9. Dezember
9. Dezember: Die Gewinner der Lions-Adventskalender

Rotenburg: 11.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Am Samstagabend, 7. Dezember, kam es auf der B83 zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Holztransporter einen Pkw übersah.
Rotenburg: 11.500 Euro Schaden durch missachtete Vorfahrt

Das ging ans Herz: Beeindruckende Adventsvespern mit jungen Stimmen

Der Chor der Modell- und Gesamtschule sowie das Blechbläser-Ensemble von Ulli Meiß musizierte eindrucksvoll in der vollbesetzten Bad Hersfelder Stadtkirche.
Das ging ans Herz: Beeindruckende Adventsvespern mit jungen Stimmen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.