Bestanden: 42 neue Gesellen für das Handwerk

Insgesamt wurden am vergangenen Freitag 42 Auszubildende zum Gesellen freigesprochen. Foto: Fröhnert

In ihrer traditionellen Freisprechungsfeier im Hessischen Hof konnte die Handwerkskammer jetzt 42 Gesellen freisprechen.

Bebra. Am vergangenen Freitag hatte die Kreishandwerkerschaft für den Kreis Hersfeld-Rotenburg wieder in den ­Hessischen Hof nach Bebra eingeladen. Grund war die traditionelle Freisprechungsfeier der Gesellenprüflinge vom Winter 2017/2018. Insgesamt 42 Freisprüche gab es am Freitagabend.

Zunächst begrüßte Ober-­meister Kurt Modenbach die anwesenden Gäste und hielt eine kurze Begrüßungsansprache, die er mit „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ beendete. Im Anschluss sprach der frischgebackene Kreishandwerksmeister Marco Diegel zu den Prüflingen und ihren Familien.

„Dies ist der krönende Abschluss ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung in den Berufen Metallbauer, Kraftfahrzeugmechatroniker, Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik und Elektroniker“, so Diegel und weiter: „Sie alle werden hier in unserer Region gebraucht, so sind Sie es, die einmal die Geschicke unseres Handwerks leiten, die in ihrer ­Arbeit Auskommen finden und möglicherweise der eine oder andere als Selbstständiger auch für Arbeitsplätze sorgt.“ Das Handwerk beobachte ­kritisch die Tendenz zur zunehmenden Dauer des Schulbesuchs. „Viele junge Leute sind bestimmt in einer Ausbildung besser aufgehoben, als in ­einer Verlängerung und Erweiterung ihres Schullebens“, sagte Diegel. Dann zitierte er seinen Vorgänger Klaus Stöcker: „Schon heute haben wir mehr ­Studienbeginner als Ausbildungsanfänger. Wenn das so weitergeht, haben wir zwar bald keine Wartezeiten bei Rechtgsanwälten und anderen Akademikern mehr, dafür warten wir umso länger auf einen Klempner oder die ­Autoreparatur.“

Nach einem deftigen Abendessen wurde den Gesellenprüflingen ihre Briefe überreicht. Zuvor wurden noch die Prüfungsbesten geehrt. Das waren in diesem Jahr Kevin Bock aus Hauneck, der bei der Firma Hess eine Ausbildung zum Kraftfahrzeug-­mechatroniker absolvierte und Fabian Holzhauer aus Ludwigsau, der bei Elektro Zang zum Elektroniker ausgebildet wurde.

Nach der Überreichung der Gesellenbriefe konnte der Rest des Abends noch bei ­interessanten Gesprächen und kühlen Getränken verbracht werden.

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